Saison 2011/2012

24.07.2011, Oddset-Pokal, 1. Runde:
FTSV Altenwerder – SC Victoria 0:2 (0:1)
Kein Schützenfest, keine Blamage…
…sondern einfach ein sicherer Sieg in der ersten Pokalrunde. Dabei waren die ersten Eindrücke durchaus angetan, um in dem kleinen Grandplatz am Rande der Harburger Berge einen Favoriten-Friedhof zu sehen. Warmgemacht wurde sich auf dem Nebenplatz, die Kabine musste mit einer weiteren Mannschaft geteilt werden. Dazu noch ein Wetter, dass einen schon jetzt an die ersten Weihnachtseinkäufe denken lässt. Ideale Bedingungen sehen also anders aus, aber solche Umstände machen eben auch den Reiz der ersten Pokalrunden aus.
Das Spiel hatte der SCV über die gesamte Spielzeit unter Kontrolle. Lediglich einmal kamen die Gastgeber gefährlich vor das SCV-Tor, doch Stürmer Fliegel nahm statt der Seite lieber die Hacke, und verfehlte das blau-gelbe Gehäuse.
Unsere Mannschaft hingegen traf pro Halbzeit je einmal. Nach einer halben Stunde fand Maurizio D Ùrso erstmals die Lücke – perfekter Pass auf Roger Stilz, der den herausstürmenden Torwart mit einem schöner Heber überwand.
Nach dem Seitenwechsel verwaltetete der SCV die Führung zunächst. Vielleicht hätte man noch zwingender die frühe Entscheidung suchen können, zittern mustte man aber trotzdem nicht. Kurz vor dem Ende schickte Roger Stilz dann den eingewechselten Jan Vierig, der an seinem 25. Geburtstag sicher zum Endstand verwandelte.
Zwei Tore für die zweite Runde, die bereits am Montag ausgelost wird.
SCV-Aufstellung:
Wolf
Hinzmann (46. Trimborn)  Asante   Helmer   Goldgraebe
Hoose   Schumann

Schulz   Stilz   Cetinkaya (70. Vierig)

D Ùrso (86. Cosgun)

Tore:
0:1 Stilz 30. (Vorlage D Ùrso)
0:2 Vierig 84. (Stilz)
Zuschauer:
150
29.07.2011, Oberliga Hamburg, 1.Spieltag:
SC Victoria – USC Paloma 1:0 (0:0)
Der erste Dreier
Es hätte alles ganz entspannt sein können, wenn da nicht die 82. Minute gewesen wäre. Maurizio D Ùrso lief einem (zu) langen Ball hinterher, kam dann aus dem Gleichgewicht und fiel zu Boden. Nach langer Behandlung lautete die erste Diagnose Bänderriss. Eine lange Pause droht.
Bis zu diesem Moment sah man das erwartete Spiel. Der SCV drückte, Paloma wartete ab und kam zwischendurch gefährlich vor das SCV -Tor. Nach nur 4 Minuten musste Dennis Wolf bereits in höchster Not retten. Danach gab der SCV dann Gas, Mauri und Jan Vierig vergaben gute Gelegenheiten, viele weitere Angriffe wurden durch die Abseitsfahne gestoppt.
Nach dem Seitenwechsel musste zunächst Marcus Rabenhorst verletzungsbedingt vom Feld, wenig später dann aber die Erlösung. Nach einer Ecke von Roger Stilz stand Kim Helmer am langen Pfosten goldrichtig und erzielte das Tor des Tages. Wenig später legte Andy Goldgraebe perfekt für Jan Vierig auf, sein eigentlich guter Kopfball wurde allerdings vom USC-Keeper mit einer „unmenschlichen“ Parade abgewehrt.
Das Spiel lief weiter überwiegend Richtung Paloma-Tor, und als Marc Albrecht in der 75. Minute die rote Karte sah war der SCV-Sieg besiegelt.
Die Freude darüber wir aber durch die tragische 82. Minute stark getrübt. In diesem Sinne „ALLES GUTE MAURI“! 

SCV-Aufstellung:

Wolf

Schulz   Rabenhorst (50. Asante)   Helmer   Goldgraebe

Hoose   Schumann

Vierig (68. Trimborn)   Stilz   Cetinkaya

D Ùrso (82. Kremer)

Tor:
1:0 Helmer 54. (Vorlage Stilz)

Zuschauer:
952

Nicht das Spiel, aber das Abendessen unserer Liga wurde präsentiert und geliefert von
Smiley´s Hoheluftchaussee!

02.08.2011, Oddset-Pokal, 2. Runde:
FTSV Lorbeer Rothenburgsort – SC Victoria 1:8 (1:4)

Glatter Gang nach 2-Sekunden-Schock

Anpfiff – Schuß -Tor! So begann das Spiel beim Kreisliga-Club für den SCV. Die nackten Fakten hierzu: Torwart Schau stand noch zwischen Strafraumgrenze und Elfmeterpunkt, als Lorbeer´s Kapitän Tankut Ander den Ball direkt vom Anstoßpunkt ins SCV-Tor ballerte. Aufkommende Diskussionen, ob dieses regelkonform ist erübrigen sich, denn die Regel 8 besagt, dass der Ball beim Mittelanstoß mit der ersten Berührung im Spiel ist. So jedenfalls die Aussage eines SCV-Schiedsrichters, an der es keinen Grund zum Zweifeln gibt. Auf jeden Fall war es ein spektakuläres Tor, und gleichzeitig der richtige Wachmacher für unsere Mannschaft. Noch bevor böse Gedanken an eine mögliche Blamage aufkamen, hatte auch unser Kapitän ein Tor erzielt. Danach sah man das, was man von der Konstellation Kreisliga gegen Oberliga erwarten konnte, der SCV war am Drücker und Lorbeer konnte nur reagieren. Nach einer guten halben Stunde war das Spiel durch einen Dreierpack entschieden.
Nach dem Seitenwechsel ging es im gleichen Stil weiter, es gab nur eine Richtung. Lediglich zweimal kam auch Lorbeer dem SCV-Tor nahe, doch Abwehr und Torwart waren stets aufmerksam. Auf der anderen Seite konnte unsere Mannschaft vier weitere Tore erzielen und zog nach einem sehr fairen Spiel – es gab nicht eine Karte – letztlich sicher und souverän in die dritte Pokalrunde ein.SCV-Aufstellung:

SchauSchulz   Bajramovic   Asante   GoldgraebeTrimbornCetinkaya (60. Vierig)   Hoose (50. Saleh)   Stilz (46. Renfordt)   CosgunKremer
Tore:
1:0 Ander 2. Sekunde
1:1 Bajramovic 5. (Vorlage Hoose)
1:2 Stilz 29. (Cetinkaya)
1:3 Kremer 33. (Cosgun)
1:4 Hoose 36. (Cosgun)
1:5 Cetinkaya 50. (Cosgun)
1:6 Trimborn 52. (Alleingang)
1:7 Vierig 76. (Trimborn)
1:8 Trimborn 90. (Schulz)
Zuschauer:
ca. 111
05.08.2011, Oberliga Hamburg, 2. Spieltag:
Germania Schnelsen – SC Victoria 0:1 (0:1)

Effektiver geht´s kaum

Hinten wenig zugelassen, vorne das Wenige genutzt. Mit dieser einfache Formel lassen sich die 90 Minuten Fußball auf dem Kunstrasenplatz am Schnelsener Riekbornweg zusammenfassen. Es war der Mannschaft und ihrem Trainer Lutz Göttling von Anfang an klar, dass dieses ein sehr schweres und intensives Spiel werden würde. So war die Mannschaft taktisch optimal eingestellt, und konnte alles, was vorher besprochen wurde auch auf dem Platz umsetzen. Man ließ den Gegner kommen und setzte selber gelegentliche Offensiv-Akzente. Die ersten Möglichkeiten des Spiels hatte Schnelsen, zunächst prallte ein Freistoß gegen die Latte (15. min.), dann zeigte Mladen Tunjic, dass er den SCV immer noch mag und setzte seinen Kopfball aus aussichtsreicher Position am Tor vorbei (26.). Der SCV kombinierte sich zwischendurch ebenfalls sehenswert durch die gegnerischen Reihen, kam zunächst jedoch nicht zum Abschluß. Das änderte sich in der 39. Minute, als der Ball nach einigen schnellen Pässen schließlich rechts außen bei Marcus Rabenhorst landete. Dessen Flanke fand den völlig freistehenden Jan Vierig, der zunächst am Torwart scheiterte, im zweiten Versuch jedoch zur Führung für den SCV traf.
Nach dem Seitenwechsel erwartete man dann einen Sturmlauf der Germanen. Doch trotz Feldüberlegenheit und sehr viel Ballbesitz der Gastgeber musste der SCV nur recht wenig ernsthaft bedrohliche Situationen über sich ergehen lassen. Entlastung gab es auch nur selten und so spielte sich das Geschehen überwiegend zwischen der Mittellinie und dem SCV-Strafraum statt. Eine typische Abwehrschlacht eben, die schon recht heftig an den Nerven im blau-gelben Lager zerrte. Die Anspannung bei allen Beteiligten legte sich dann aber schließlich mit dem Schlußpfiff, der dem SCV einen tollen Start mit zwei Siegen bescherte, den man nicht unbedingt erwartet hatte.
SCV-Aufstellung
WolfHinzmann (69. Schulz)   Rabenhorst   Helmer   Goldgraebe
Schumann   Trimborn
Hoose   Stilz   Cetinkaya (83. Cosgun)

Vierig (76. Kremer)

Tor:
0:1 Vierig 39. (Vorlage Rabenhorst)
Zuschauer: ca. 300 (167 Zahlende)
09.08.2011, Oddset-Pokal, 3. Runde:
Harburger SC – SC Victoria 2:4 (1:2)

Hauptsache weiter!

Zunächst die schlechte Nachricht: Dieser Pokalauftritt darf ganz eindeutig zur bislang schlechtesten Vorstellung der noch jungen Saison gekürt werden. Doch die gute Nachricht folgt sofort: Der SC Victoria steht in der vierten Runde des Oddset-Pokals. Und genau das war auch das Ziel der Reise über die Elbe.
Schon nach fünf Minuten ging der SCV durch ein Kopfballtor in Führung. Sergej Schulz hatte präzise geflankt und Tolga Cosgun hatte ebenso präzise getroffen. Zwanzig Minuten später erzielte Cem Cetinkaya das zweite Tor. Von den Gastgebern war zunächst wenig zu sehen, es spielte nur der SCV. Doch statt das Spiel schon zur Pause zu entscheiden zeigte sich unsere Offensive sehr großzügig in Sachen Chancenverwertung. Oder soll man das schon fahrlässig nennen? Cem hatte das leere Tor vor sich und traf nur den Pfosten, Sascha Kremer war frei durch, doch statt einfach das dritte Tor zu machen spielte er zu Nassim Saleh ab, leider stand dieser im Abseits… So musste man plötzlich wieder zittern, als die Gastgeber kurz vor der Pause per abgefälschten Freistoß verkürzen konnten.
Nach dem Seitenwechsel sah man ein ähnliches Bild. Zunächst traf der SCV doppelt, dann wieder die Gastgeber, erneut per Freistoß. Insgesamt tat sich unsere Mannschaft weiterhin recht schwer. Patrick Schumann musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden, sollte aber am Freitag gegen seine ehemaligen Club wieder einsatzbereit sein. Als der Schiedsrichter das Spiel dann um kurz nach 20 Uhr abpfiff waren alle Beteiligten erleichtert. Oder, um es mit den Worten unseres spielenden Co-Trainers Roger Stilz zu sagen: „Das beste heute waren unsere Fans“!
SCV-Aufstellung:
Schau
Schulz   Asante   Bajramovic   Saleh
Schumann (51. Helmer)   Trimborn
Cetinkaya (74. Vierig)   Stilz (63. Rutz)   Cosgun
Kremer
Tore:
0:1 Cosgun 5. (Vorlage Schulz)
0:2 Cetinkaya 26. (Trimborn)
1:2 Celikovic 41.
1:3 Cetinkaya 61. (Bajramovic)
1:4 Vierig 76. (Kremer)
2:4 Celikovic 81.

Zuschauer:

im zweistelligen Bereich
12.08.2011, Oberliga Hamburg, 3. Spieltag:
SC Victoria – Meiendorfer SV 0:0

Mehr war nicht drin, aber die Null steht weiterhin!

Fangen wir mit dem Positiven an: Auch nach 270 Minuten Oberliga-Fußball in der laufenden Saison ist unsere Mannschaft noch ohne Gegentor. Wann gab es das zuletzt? Diese Serie war gegen den MSV allerdings schon nach wenigen Sekunden in großer Gefahr. Zunächst klärte Dennis Wolf gegen einen freistehenden Meiendorfer großartig, der Nachschuß ging über das SCV-Tor. Wenig später half der Innenpfosten und verhinderte ein Treffer für die Gäste. Diese legten gut los, und wollten an diesem Abend endlich ihre ersten Punkte einfahren, das war jedem der rund 200 Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz nach spätestens 5 Minuten klar. Der SCV hingegen kam nur langsam in die Gänge, der Gegner unterband viele unserer Angriffe schon im Ansatz mit Härte und Konsequenz. So dauerte es fast bis zum Pausenpfiff, ehe Jan Vierig erstmals in Richtung MSV-Tor schoß.
Auch nach dem Seitenwechsel kamen unsere Jungs nur sehr schwer ins Spiel, das Geschehen verlagerte sich nun zwar etwas weiter in Richtung MSV-Strafraum, doch zwingende Torchancen spielten die Männer in blau und gelb auch im zweiten Spielabschnitt nicht raus. Das Fehlen eines gelernten Stürmers wurde in diesem Spiel mehr als deutlich. So blieb es meistens bei dem Versuch, das Spiel aus dem Mittelfeld aufzubauen, Anspielstationen in aussichtsreicher Position gab es viel zu selten. Auf der anderen Seite musste man bei den gelegentlichen Angriffen des Gäste bis zum Ende zittern, doch irgendwann schienen auch die Meiendorfer mit dem Punktgewinn zufrieden zu sein. Jedenfalls feierten sie nach dem Abfpfiff das Unentschieden lautstark, obwohl nach dem Spielverlauf eigentlich eher der SCV mit dem gewonnen Punkt zufrieden sein musste.SCV-Aufstellung:

Wolf
Schulz   Rabenhorst   Helmer   Goldgraebe
Schumann   TrimbornHoose   Stilz   Vierig (84. Kremer)

Cetinkaya (80. Cosgun)

Zuschauer:
ca. 222

 

21.08.2011, Oberliga Hamburg, 4. Spieltag:
Eintracht Norderstedt – SC Victoria 1:2 (1:0)

Nach 450 Tagen zurück auf Platz 1!

„Das war unsere bisher beste Saisonleistung“, strahlte Trainer Lutz Göttling nach dem Spiel in Norderstedt zufrieden. Es war aber auch ein hartes Stück Arbeit, bis die drei Punkte beim sehr spielstarken Gegner schließlich unter Dach und Fach waren. Die ersten Chancen des Spiels hatte der SCV, doch Roger Stilz und Jan Vierig scheiterten nach Fehlern in der Eintracht-Abwehr jeweils knapp. Auf der anderen Seite zielte Philipp Koch genauer, einen zunächst abgewehrten Ball beförderte er nach 18 Minuten aus ebenso vielen Metern unhaltbar in die untere Ecke. Dieses Tor brachte den SCV zunächst ein wenig aus dem Konzept. Für Unruhe auf beiden Seiten sorgte auch ein doppelter Platzverweis für Patrick Schumann und Stefan Siedschlag. Beide waren in Höhe der Mittelinie aneinander geraten und der Norderstedter ging anschließend zu Boden. Das Spiel wurde schließlich aber mit einem Freistoß für den SCV fortgesetzt, aber was nun genau passiert ist, hat wohl nur der Schiedsrichter gesehen. Der SCV spielte heute übrigens in der sehr gewöhnungsbedürftigen Farbkombination Gelb – Weiß – Orange, was daran lag, dass die Gastgeber in Rot spielen wollten und den Unparteiischen dieses zu große Ähnlichkeit mit unseren orangen Auswärtstrikots hatte. Da Norderstedt nicht bereit oder in der Lage war, ein anderes Trikot aus dem Spind zu holen, fuhr unser Zeugwart schließlich nochmal zurück zur Hoheluft, um die gelbe Siegerwäsche zu holen.
Schon vor dem Seitenwechsel musste der SCV dann den ersten Wechsel vornehmen, Kim Helmer sah früh die gelbe Karte, und da man an diesem Tag mit allem rechnen musste, wurde er vorsorglich aus dem Spiel genommen. Cem Cetinkaya kam für ihn ins Spiel und es wurde ein wenig taktisch umgebaut. Das zahlte sich in der zweiten Halbzeit aus, die so begann wie die erste, nur umgekehrt. Norderstedt hatte zunächst zwei gute Chancen, die Tore erzielte aber der SCV. Cem flankte von links und Jan Vierig traf per Fallrückzieher zum Ausgleich. Vier Minuten später kam Cem im Strafraum zu Fall und es gab Elfmeter. Sergej Schulz verwandelte sicher und der SCV war endlich wieder Erster. Bis die Tabellenführung aber endgültig feststand waren noch mehr als 30 Minuten zu überstehen. Doch unsere Mannschaft löste dieses Problem sehr souverän. Die wenigen gefährlichen Bälle die bis zum Tor durchdrangen wurden sichere Beute von Torwart Christian Schau, auf der anderen Seite vergaben Benny Hoose und Jan Vierig die vorzeitige Entscheidung. So blieb es beim knappen aber letztlich verdienten Sieg, der den SCV nach 450 Tagen endlich wieder zurück an die Tabellenspitze brachte. Diese gilt es nun am nächsten Freitag gegen Oststeinbek zu verteidigen, es wäre ganz nebenbei ein tolles Geburtstagsgeschenk für unseren Trainer!

SCV – Aufstellung:

Schau

Schulz   Rabenhorst   Bajramovic   Helmer (35. Cetinkaya)

Hoose (83. Coskun)   Schumann

Goldgraebe   Stilz   Trimborn

Vierig (87. Asante)

Tore:
1:0 Koch 18.
1:1 Vierig 52. (Vorlage Cetinkaya)
1:2 Schulz 56. (FE. Foul an Cetinkaya)

Zuschauer:
ca. 300

Rote Karten:
Schumann 24.
Siedschlag (EN) 24.

26.08.2011, Oberliga Hamburg, 5. Spieltag:
SC Victoria – Oststeinbeker SV ABGEBROCHEN (2:0)

Tabellenführer für nur 45 Minuten

Schade. Nach  souveränen 45 Minuten lag der SCV verdient mit 2:0 in Führung. Drei Szenen dürften den Zuschauern dabei besonders in Erinnerung bleiben. Nach 27 Minuten parierte Christian Schau großartig eine eins gegen eins – Situation, im direkten Gegenzug machte es Benny Hoose nach Pass von Roger Stilz besser und brachte den SCV in Führung.
In Minute 39 dann erneut eine schöne Kombination, Cem Cetinkaya legte auf Jan Vierig ab, der das zweite Tor erzielte. Während die in schwarz gekleideten Gäste bis auf die erwähnte Szene nach 27 Minuten wenig bedrohliches zu Stande brachten, machte der Himmel, dessen Farbe den OSV-Trikots von Minute zu Minute ähnlicher wurde, den Verantwortlichen große Sorgen. Von Süd-West zogen gewaltige Wolkenberge auf und nahmen Kurs direkt auf das Stadion Hoheluft. Mit dem Halbzeitpfiff begann dann ein heftiges Unwetter mit Wind, Regen und Gewitter. Der Schiedsrichter zeigte sich aber geduldig und wartete eine ganze Stunde auf Besserung. Doch darauf würden wir wohl jetzt noch warten und so erfolgte um 21.15 Uhr nicht der planmäßige Schlußpfiff sondern der Spielabbruch. Während man sich auf Seiten des SCV über diese verlorene Führung verständlicherweise ärgerte war den Gästen die Freude über die neue Chance deutlich anzusehen. Ebenfalls verständlich. Aber das Spiel wird nun wohl demnächst in der Woche nachgeholt und dann holen wir uns Platz Eins zurück.

SCV-Aufstellung:

Schau

Schulz   Rabenhorst   Bajramovic   Helmer

Hoose   Trimborn

Goldgraebe   Stilz   Cetinkaya

Vierig

Tore:
1:0 Hoose 28. (Vorlage Stilz)
2:0 Vierig 39. (Cetinkaya)
Zuschauer:
kommen hoffentlich nochmal…
03.09.2011, Oberliga Hamburg, 6. Spieltag:
FC Bergedorf 85 – SC Victoria 3:2 (0:0)

Ärgerlicher Rückschlag

Nun hat es den SCV erwischt. Im fünften Saisonspiel setzte es die erste Niederlage. Diese wäre allerdings zu verhindern gewesen. Der SCV diktierte im ersten Spielabschnitt deutlich das Geschehen. Beide Trainer waren sich hinterher einig, dass es gefühlte 80% Ballbesitz in den ersten 45 Minuten waren. Doch außer einer guten Gelegenheit für Jan Vierig kam dabei zu wenig raus.
Nach dem Seitenwechsel wurde es dann turbulent. Erneut war es Jan Vierig, der in aussichtsreicher Position auftauchte, doch aus einem gefährlichen Torschuss wurde leider nichts, da Jan den Ball nicht richtig traf. Wenig später scheiterte Benny Hoose mit einem Freistoß knapp, der Ball traf das Tornetz nur von außen. Nach 58 Minuten dann die erste Chance für die Gastgeber, doch Christian Schau behielt gegen Sascha De la Cuesta die Nerven und konnte dessen Schuß aus kurzer Entfernung entschärfen. Nach einer Stunde schlug es dann aber doch bei Christian ein. Flanke oder Torschuß von der rechten Seite, Schütze Philip Pettersson wird es wohl selber nicht genau wissen, aber wahrscheinlich ist es ihm auch egal, denn der Ball schlug zur großen Überraschung aller Beteiligten im Tor ein. Der SCV reagierte mit zunehmendem Druck, doch Sven Trimborn scheiterte als nächster. Bergedorf fand im Gegenzug eine Lücke in der SCV-Abwehr, diesmal stand Felix Meyer völlig frei vor unserem Tor, erneut konnte Christian Schau abwehren, doch der Ball prallte von Sergej Schulz´ Fuß über die Linie – 0:2…Weiter ging es Richtung B85-Tor, doch auch Kim Helmer verfehlte das Ziel. Nach 77 Minuten schien dann alles gelaufen, als Bergedorfs Reinhold Schmer eine Ecke aus kurzer Entfernung ins SCV-Tor drücken konnte. Doch Aufgeben gab es für den SCV trotz großer Hitze nicht. Der eingewechselte Cem Cetinkaya kam im Strafraum zu Fall und Sergej Schulz verwandelte den fälligen Elfmeter sicher. Noch 11 Minuten waren zu spielen und es ging weiter vorwärts. Kim Helmer traf nach einem Eckball zum 3:2 und es waren immer noch 6 Minuten. Bergedorf ließ sich bei sämtlichen Aktionen natürlich viel Zeit und der SCV rannte verzweifelt an. Kurz vor dem Ende foulte Kim Helmer dann an der Mittellinie seinen Gegenspieler. Sicherlich ein hartes Foul, aber nicht härter als 20 andere in diesem Spiel. Dennoch zückte der Schiedsrichter unverständlicherweise glatt Rot und pfiff wenig später nach zweiminütiger Nachspielzeit ab.
Für den SCV war in diesem Spiel mehr drin, aber die Nachlässigkeiten in Angriff und Abwehr waren in dieser bisher nicht gekannten Häufigkeit einfach zu viel, um Punkte mit zu nehmen. Oder anders gesagt: Schlagen können wir uns eigentlich nur selber…
Am nächsten Freitag gegen Altona wird die Mannschaft mit Sicherheit zeigen, dass sie es besser kann als an diesem Samstag. Versprochen!!!
SCV – Aufstellung:
Schau
Schulz   Rabenhorst   Bajramovic   Helmer

Hoose (78. Cosgun)   Schumann (69. Lauer)

Goldgraebe   Stilz   Trimborn

Vierig (58. Cetinkaya)

Tore:
1:0 Pettersson 60.
2:0 F. Meyer 64.
3:0 Schmer 77.
3:1 Schulz 79. (Elfmeter, Foul an Cetinkaya)
3:2 Helmer 84. (Stilz)

Zuschauer:
rund 300

eigentlich war es gelb aber es gab
Rot:
Helmer 88.

09.09.2011, Oberliga Hamburg, 7. Spieltag:
SC Victoria – Altona 93 0:1 (0:0)Kein Sturm, wenn man einen braucht
Es war das Topspiel des Spieltages, 116 Jahre SCV gegen 118 Jahre AFC. Fast 1000 Zuschauer im Stadion Hoheluft, Schlangen vor den Kassen, Pyro-Technik und tolle Stimmung auf den Rängen. Ein Fußball-Fest, wie man es nur selten in einer Oberliga-Saison an der Hoheluft erlebt.
Nachdem das ganze Spektakel um kurz vor halb zehn vorbei war, wird wohl so mancher Victorianer gewünscht haben, dass all das soeben erlebte tatsächlich ganz anders gelaufen wäre. Circa Zweihundert Zahlende, keine Schlangen an der Wurstbude und vor allem drei Punkte für den SCV. Doch dieser Wunsch wurde uns an diesem Abend nicht erfüllt. Ausgerechnet der ehemalige SCVer Sezgin Akgül erzielte nach 63 Minuten das entscheidene Tor.
Der SCV war über weite Strecken des Spiels tonangebend, doch zwingende Chancen wurden einmal mehr viel zu selten heraus gespielt. Ein Freistoß vom Benny Hoose zwang AFC-Keeper Hinz zu einer Glanzparade, eine Hoose-Vorlage vor das Tor verpasste Marcus Rabenhorst nur um Zentimeter und in der hektischen Schlußphase zögerte Roger Stilz in aussichtsreicher Position gleich zweimal zu lange.
Zwischendurch hatten auch die Gäste ihre Gelegenheiten, und so fiel das Tor des Tages recht kurios nach einem Freistoß, den Torwart Schau sicher zu fangen schien, doch dann wurde er kurz vor dem Tor noch unhaltbar abgefälscht. Die Blicke der SCV-Verantwortlichen richteten sich danach zum Himmel. Ein erneutes Unwetter, welches wie schon gegen Oststeinbek für einen Spielabbruch sorgte, schien die letzte Rettung zu sein. Doch wie auf dem Rasen, so war es auch am Himmel: Kein Sturm in Sicht.SCV-Aufstellung:Schau
Schulz   Rabenhorst   Bajramovic   Goldgraebe
Schumann (79. Lauer)   TrimbornHoose   Stilz   Cetinkaya

Vierig (58. Hinzmann)

Tor:
0:1 Akgül 63.
Zuschauer:
981
gelbrot:
Hoose 88.
13.09.2011, Oberliga Hamburg, 5. Spieltag, Halbzeit 2-3:
SC Victoria – Oststeinbeker SV 2:0 (1:0)

2:0 – es bleibt dabei!

18 Tage nach dem Blitz und Donner Abbruchspiel gewann der SCV auch das Nachholspiel mit 2:0. Trainer Lutz Göttling gab nach dem Abpfiff unumwunden zu, dass es „unser bisher schlechtestes Spiel“ war, doch am Ende zählen nur die drei Punkte. Bis zur 13. Minute sah es ganz gut aus, was unsere Mannschaft zeigte, dann fiel das erste Tor. Einen scharf getretenen Freistoß von Benny Hoose drückte Mathias Hinzmann am zweiten Pfosten über die Linie. Danach wurde es leider immer schlechter, und die wenigen Zuschauer sahen ein ziemliches Durcheinander auf dem Rasen. Der Halbzeitpfiff wirkte da wie eine Erlösung.
Nach dem Seitenwechsel wurde es nicht besser. Der SCV hatte sogar noch zweimal Glück. Zunächst durfte sich der bereits verwarnteTorschütze Hinzmann beim Schiedsrichter bedanken, dass dieser ihn nach einem harten Einsteigen nur deutlich ermahnte, und die zweite gelbe Karte in der Tasche stecken ließ. Wenig später hieß es dann Durchatmen, als ein Schuß der Gäste nur an den Pfosten prallte. Doch dann kam die Erlösung, als Jan Lauer bei einem der wenigen SCV-Vorstöße im Strafraum zu Fall kam. Den fälligen Elfmeter verwandelte Sergej Schulz gewohnt sicher. So durfte man sich am Ende über einen Sieg freuen, der auf Grund der überzeugenden Halbzeit im August auch in Ordnung geht. Wer in drei Halbzeiten insgesamt 4:0 gewinnt, behält die Punkte letztlich auch verdient im eigenen Stadion. Spiele auf dem heutigen Niveau sollten wir uns aber nicht mehr allzu oft erlauben.
SCV-Aufstellung:
Wolf
Hinzmann (70. Theissen)   Rabenhorst   Bajramovic   Trimborn
(55. Lauer)Hoose   Schumann
Schulz   Stilz   Goldgraebe

Cetinkaya (65. Vierig)

Tore:
1:0 Hinzmann 13. (Vorlage Hoose)
2:0 Schulz 78. (FE, Foul an Lauer)
Zuschauer:
127
18.09.2011, Oberliga Hambgurg, 8. Spieltag:
SV Halstenbek/Rellingen – SC Victoria 2:0 (1:0)

Verdiente Niederlage, unnötige PlatzverweiseDas Spiel war noch keine zwei Minuten gelaufen, als es für den SCV in eine sehr unangenehme Richtung abbog. Torwart Dennis Wolf kam gegen HR´s Nils Matthiessen zu spät und brachte diesem im Strafraum zu Fall. Nach längerer Verletzungsunterbrechung verwandelte Sascha Richert zur frühen Führung für die Gastgeber, die sich daraufhin weit zurück zogen, und den SCV anrennen ließen. Gelegentliche Konter waren dabei allerdings mehrfach brandgefährlich, während unsere Mannschaft erneut zu wenig zwingendes zu Stande brachte. Auch nach dem Seitenwechsel kam der SCV nur selten wirklich gefährlich vor das gegnerische Tor. Nach 53 Minuten dann eine Szene, die bei allen blau-gelben für komplettes Entsetzten sorgte. Jan Vierig riss an der Aussenlinie seinen Gegenspieler zu
Boden, das war jedoch völlig harmlos. Anschließend schoss er den Ball ganz leicht in Richtung des am Boden liegenden und berührte in damit ganz leicht. Für den Schiedsrichter war das jedoch eine Unsportlichkeit und er sah sich genötigt, Jan die rote Karte zu zeigen. Ein ganz schlechter Witz!
Dannach war es für den SCV natürlich noch schwerer, Torgefahr auszustrahlen. Benny Hoose hatte nach einer Stunde eine gute Möglichkeit, doch sein Kopfball ging knapp drüber, wenig später scheiterte auch Marcus Rabenhorst. Viel mehr kam leider nicht, HR mauerte sich am und im eigenen Strafraum ein und konterte nur noch selten. Eine Minute vor dem Ende dann aber das entscheidene zweite Tor, beim SCV gingen die Köpfe nun nach unten. In der letzten Minute sah auch noch Sergej Schulz die rote Karte. Sein Foul an Sascha Richert in Höhe der Eckfahne war sicherlich ziemlich hart, hätte der Linienrichter vorher jedoch gesehen, dass Richert rund eine Schiffslänge in Abseits stand wäre es zu diesem Foul nicht gekommen. Ebenfalls sehr ärgerlich.
Am Ende steht ein 0:2, was auch in Ordnung geht, die beiden Platzverweise waren aber absolut unnötig.
SCV – Aufstellung:

Wolf
Schulz   Rabenhorst   Bajramovic   Goldgraebe
Hoose   Schumann (77. Cosgun)
Lauer   Stilz   Cetinkaya

Vierig

Tore:
1:0 Richert 4. Foulelfmeter
2:0 Karakas 89

Rot:
Vierig 53.
Schulz 90.

Zuschauer:
200

23.09.2011, Oberliga Hamburg, 9. Spieltag:
SC Victoria – SV Rugenbergen 3:2 (3:2)

Erst Spektakel, dann Spannung

Donnerwetter, das war doch mal ein richtig schöner Fußball-Abend im Stadion Hoheluft. Auch wenn es nach 18 Minuten alles andere als gut aussah. Dreimal versuchte es Benny Hoose aus der Distanz und scheiterte jeweils nur knapp, auf der anderen Seite zielten die Gäste besser. Zunächst die Führung per Kopfball nach einer Ecke, dann erhöhte Jan Melich auf 2:0, und ist damit nach Sezgin Akgül und Sascha Richert bereits der dritte ehemalige Victorianer, der in den letzten Spielen gegen seinen alten Club traf. Schön, dass uns das in Buchholz nicht passieren kann…
0:2 nach 18 Minuten, da konnte man den Mut angesichts unserer derzeitigen Situation in der Offensive (es sind mittlerweile 5 Stürmer verletzt, siehe „AKTUELLES“) schon fast verlieren, doch die Mannschaft schlug schnell zurück. Ein Freistoß von Benny Hoose sorgte für ein ordentliches Durcheinander vor dem Gäste-Tor und Roger Stilz konnte denn Ball schließlich über die Linie befördern. Damit war das Spiel wieder offen und der SCV machte weiter Druck. Über Mathias Hinzmann kam der Ball von rechts vor das Tor, Cem Cetinkaya liess sich klug tunneln und Benny Hoose schob zum Ausgleich ein. Doch damit noch nicht genug, nach einer Ecke von Benny Hoose köpfte Marcus Rabenhorst den Ball auf das Tor und hätte damit die Führung erzielt, doch Cem zeigte sich torgeil und gab der Kugel noch einen letzten kleinen Schädelstoß. Egal, Hauptsache drin und man lag plötzlich in Führung. So ging es wenig später mit einem guten Gefühl in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel konnte diese Torfrequenz so nicht weitergehen, das war eigentlich klar, dennoch blieb es ein gutes Spiel. Rugenbergen hatte den drei-Gegentore-in-12-Minuten-Schock gut verdaut und drängte auf den Ausgleich, der SCV ließ den Gegner kommen und verlegte sich auf einige gefährliche Konter. Es ging hin und her, auf der einen Seite lag ständig der Ausgleich in der Luft, auf der anderen die Entscheidung. Doch weder das eine noch das andere trat ein und so siegte der SCV schließlich mit 3:2. Die nächste schwere Aufgabe in Buchholz kann also mit neuem Selbstvertrauen angegangen werden.

100 Sekunden bewegte Bilder vom Spiel gibt es
HIER

SCV – Aufstellung:

Wolf

Hinzmann   Rabenhorst   Bajramovic   Helmer

Stilz   Schumann

Lauer (88. Renfordt)   Hoose (89. Asante)   Goldgraebe

Cetinkaya (85. Cosgun)

Tore:
0:1 Dirksen 7.
0:2 Melich 18.
1:2 Stilz 26. (Vorlage Hoose)
2:2 Hoose 34. (Hinzmann)
3:2 Cetinkaya 37. (Rabenhorst)

Zuschauer:
173

02.10.2011, Oberliga Hamburg, 10. Spieltag:
TSV Buchholz 08 – SC Victoria 1:1 (0:0)

Das geht in Ordnung

Zum vierten Mal in diesem Jahr stand unsere Mannschaft an diesem sonnigen Sonntag dem TSV Buchholz gegenüber. Zunächst gab es im März das ärgerliche Pokal-Aus nach Elfmeter-Schießen. Im April folgte dann eine unglückliche Niederlage beim Punktspiel in der Nordheide, der Mai brachte schließlich noch einen 1:0 Heimsieg, der aber auch nicht richtig zu überzeugen wusste. Heute gab es im vierten Anlauf das wohl beste Spiel des Jahres aus blau-gelber Sicht zu sehen, auch wenn das Ergebnis etwas anderes vermuten lässt. Die Gastgeber hatten sichtlich mit der etwas defensiveren Ausrichtung unserer Mannschaft zu kämpfen, der SCV stand tief in der eigenen Hälfte und liess Buchholz kommen. Diese kamen jedoch nur selten, und so hatte der SCV die besseren Chancen. Doch weder Jan Vierig (22.) noch Benny Hoose (32./35./40.) hatten zunächst ausreichend Zielwasser getrunken. Dass es zur Pause torlos stand lag aber auch an Dennis Wolf, der nach 36 Minuten gegen den frei vor ihm auftauchenden Andre Müller rettete.
Nach dem Seitenwechsel ging es weiter wie gehabt, Buchholz war wenig kreativ und der SCV versuchte es mit Angriffen über die schnellen Spitzen. Diese wurden jedoch gleich mehrmals durch die Abseitsfahne gestoppt, was teilweise sehr fragwürdig war. Stichwort Ballhöhe, Frau Assisstentin. Allerdings war dann auch unsere Hintermannschaft einmal unaufmerksam, und schon konnte Chikale Loa nach 56 Minuten ziemlich freistehend eine Flanke aus kurzer Entfernung zur Buchholzer Führung einköpfen. Doch dieses Tor schockte unsere Mannschaft nicht, es ging weiter geordnet nach vorne und es klappte dann auch endlich mit dem Tore schießen.  Benny Hoose stand einmal mehr recht frei vor dem Tor, sah aber den noch besser stehenden Jan Vierig und legte quer, schon stand es wieder unentschieden. Es war noch eine knappe halbe Stunde zu spielen, und beide Mannschaften wollten nun gewinnen. Der SCV riskierte etwas mehr und Buchholz kam noch zu einem Lattentreffer von Milaim Buzhala, auf der anderen Seite scheiterten die bereits erwähnten Offensivkräfte des SCV einmal mehr. So blieb es beim letztlich gerechten Unentschieden, ein Sieg war drin, mit etwas Pech kann man aber auch verlieren. Auf jeden Fall war es ein guter Auftritt unserer Mannschaft, die damit in der Tabelle weiter vorne mit dabei ist.
SCV – Aufstellung:

Wolf
Lauer   Rabenhorst (77. Schulz)   Bajramovic   Helmer
Stilz   Schumann
Goldgraebe   Hoose   Cetinkaya (84. Renfordt)
Vierig
Tore:
1:0 Loa 56.
1:1 Vierig 63. (Vorlage Hoose)
Zuschauer:
435
07.10.2011, Oberliga Hamburg, 11. Spieltag:
SC Victoria – Vorwärts/Wacker Billstedt 3:3 (3:1)

Kalt erwischt!

Dieser regnerische Oktober-Abend wird nicht in guter Erinnerung bleiben, es sei denn, man blendet die zweite Halbzeit von diesem Spiel komplett aus. Nach 45 Minuten ging der SCV mit einer verdienten 3:1 Führung in die Kabine, und das ging auch völlig in Ordnung. Schon nach sieben Minuten ging man nach einem schnellen Angriff über die rechte Seite in Führung. Nicht mal zehn Minuten später fast das gleiche Schauspiel, nach einem Billstedter Angriff konterte der SCV im eigenen Stadion und es stand 2:0. Genau wie im letzten Heimspiel gegen Rugenbergen übrigens, mit dem kleinen Unterschied, dass damals die Gäste führten und der SCV das Spiel anschließend drehte. Heute sollte ähnliches passieren, aber dazu später mehr. Billstedt kam aus heiterem Himmel zum Anschlußtor, ein schön geschossener Freistoß drehte sich genau in den Torwinkel, Abteilung Unhaltbar. Doch nur wenig später schlug der SCV erneut zu, Benny Hoose platzierte den Ball schön im unteren rechten Eck. Ein sehr hübsch anzusehendes Tor war das, wenn er jetzt auch noch die einfachen macht, wären wir alle glücklich. Doch sowohl er als auch Jan Vierig und Roger Stilz vergaben noch vor dem Seitenwechsel die Entscheidung.
So folgte die Strafe für Fahrlässigkeit vor dem gegnerischen Tor nach dem Seitenwechsel prompt, denn nun wurde auch vor dem eigenen Tor gepennt. Nach exakt 49 Sekunden in der zweiten Halbzeit fiel der Anschlußtreffer und die Hoffnung auf einen entspannten zweiten Spielabschnitt konnte begraben werden. Während der SCV wohl eher Beruhigungsmittel im Pausentee hatte, bekamen die Gäste offenbar einige Muntermacher, denn nun wollten sie mehr. Hätten sie auch fast bekommen, aber die blau gelbe Großzügigkeit bei eigenen Torchancen kannte heute keine Grenzen. Auch in Überzahl gelang es nicht, den Sack endgültig zu zumachen, und so durfte sich niemand über den Ausgleich beschweren. Direkt danach wechselte Trainer Göttling zwei frische Offensivkräfte ein, unter anderem Benedikt Neumann-Schirmbeck, der sich mit 14 Toren für unsere zweite Mannschaft sowie guten Trainingsleistungen empfohlen hatte. Ihm war es auch vorbehalten, die letzte Chance im Spiel zu vergeben, doch sein Schuß blieb in diversen Billstedter Abwehrbeinen hängen. Da waren heute andere deutlich kläglicher gescheitert. Oder wie es Lutz Göttling anschließend sagte: „Heute waren wir doof!“
SCV – Aufstellung:

Wolf
Hinzmann   Asante   Bajramovic   Helmer (82. Neumann-Schirmbeck)
Stilz   Schumann
Lauer   Hoose (82. Cetinkaya)   Goldgraebe
Vierig
Tore:
1:0 Stilz 7. (Vorlage Schumann)
2:0 Vierig 16. (Lauer)
2:1 Iwosa 32.
3:1 Hoose 37. (Vierig)
3:2 Voigt 46.
3:3 Kreutzer 79.
GelbRot:
Reichenbach 58.
Zuschauer:
97

16.10.2011, Oberliga Hamburg, 12. Spieltag:
SC Condor – SC Victoria 3:0 (1:0)

Viel Aufwand, null Ertrag!

„Mal in Führung gehen“, so schallte es kurz vor dem Anpfiff aus dem Mund eines SCV-Spielers, und dann das Spiel sicher nach Hause schaukeln. Das sollte heute der Plan beim SC Condor sein. Wie so etwas funktioniert zeigte uns in den folgenden 90 Minuten dann aber der Gegner. Keine drei Minuten waren gespielt, das wurde ein langer Ball des SCC ungeschickt in die Mitte geklärt, Kapitän Bajramovic wusste sich nur noch durch ein Foul zu helfen und man erwartete den fälligen Elfmeter-Pfiff. Doch der blieb aus, stattdessen griff offenbar die Vorteilsregel, Condor kam zum Torschuß, der ging vorbei und man konnte aufatmen. Doch leider nur kurz, denn nun kam der Pfiff und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Eine sehr merkwürdige Auslegung der Vorteilsregel, doch bevor ich jetzt dem Schiedsrichter das Nachschlagen im Regelwerk empfehle, schaue ich da erstmal selber rein, Aufklärung folgt…
Dennis Wolf nutzte jedenfalls die Gelegenheit zu glänzen und wehrte den Elfmeter ab. Erneutes Aufatmen, doch erneut nur für kurze Zeit, denn aus dem anschließenden Gewühl heraus kullerte der Ball doch noch über die Linie und es hieß erneut „mal wieder einem Rückstand hinterlaufen“.
Laufen ist auch genau das richtige Stichwort, es wurde mal wieder viel gerannt, leider zu oft mit dem Ball am Fuß, anstatt die Kugel mal rollen zu lassen. Bis zur Pause gab es so genau eine ernsthafte Torchance, auf der anderen Seite hatte man bei einigen Condor-Kontern Glück.
Nach dem Seitenwechsel sollte alles besser werden. Nach 50 Minuten sah Carlos Flores gelb und rot, wenig später kam mit Benedikt Neumann-Schirmbeck ein frischer Stürmer. Doch es wurde leider alles noch schlimmer. Statt Chancen für den SCV sahen die Zuschauer gleich zwei Volltreffer der Gastgeber, die das Spiel damit aus heiterem Himmel entschieden. Die letzten 20 Minuten versuchte unsere Mannschaft zwar nochmal alles, aber mit einem solchen Rückstand fällt es natürlich extrem schwer, nochmal etwas auf die Beine zu stellen, dass nach Torgefahr aussieht. Die 10 verbliebenen Gegenspieler stemmten sich dem SCV mit aller Macht entgegen, und so passierte bis zum Abpfiff nichts nennenswertes mehr.

SCV – Aufstellung:

Wolf

Hinzmann  Rabenhorst   Bajramovic (66. Rutz)   Goldgraebe

Lauer (56. Neumann-Schirmbeck)   Stilz   Schumann   Hoose

Cetinkaya   Vierig

Tore:
1:0 Lauer (Eigentor) 3.
2:0 Neumann 65.
3:0 Eren 70.

GelbRot:
Flores 51.

Zuschauer:
230

Einziger Höhepunkt aus SCV-Sicht: Dennis Wolf wehrt den Elfmeter ab – Sekunden später steht es trotzdem 0:1 – Guten Morgen!

21.10.2011, Oberliga Hamburg, 13. Spieltag:
SC Victoria – SC Vier- und Marschlande 1:1 (0:0)

Ein neuer Rahn, aber nur ein PunktVier Wochen ist es nun schon her, dass der SCV sich über einen Sieg freuen konnte. Damals gab es ein knappes 3:2 gegen Rugenbergen. Der nächste Sieg sollte höchstens noch vier Tage auf sich warten lassen, dann kommt der TSV Sasel zum Pokalspiel.
Das Spiel gegen die Marschländer war für die Zuschauer erneut keine Delikatesse. Es macht längst keinen Spaß mehr, etwas über 70% Ballbesitz zu schreiben, über die Schwierigkeit, Torchancen heraus zu spielen, über mindestens sieben derzeit verletzte potentielle Stammspieler, über Unaufmerksamkeiten in der Deckung, über die wenigen klaren Torchancen pro Spiel, die dann auch mal genutzt werden müssen und über all die Unwegsamkeiten, die den Sprung in höhere Tabellenregionen verhindern – aber irgendwo dazwischen liegt eben doch die Wahrheit. Diese liegt aber vor allem auch auf dem Platz, und da waren in diesem Spiel vier Szenen der zweiten Halbzeit ausschlaggebend für das Unentschieden.
Der quirlige Benny Hoose wurde rund 20 Meter vor dem Tor gefoult. Die Regel, dass der Gefoulte nicht selber schießen sollte, gilt glücklicherweise nur für Elfmeter, und so zirkelte Benny den Ball wunderbar ins Dreieck. Solche Tore kannte man an der Hoheluft bislang nur von einem gewissen Stephan Rahn.  Diese Führung sollte aber nicht lange halten. Ein Ballverlust in der eigenen Hälfte führte schließlich zu einem Freistoß für die Gäste, dieser landete bei Marcel Ullrich und der hatte im SCV-Strafraum verdächtig viel Platz, schon stand es 1:1.
Doch der SCV wollte mehr, Benny Hoose spielte den eingewechselten Cem Cetinkaya am Fünfmeterraum frei, doch das war für Cem wohl zu dicht, denn er scheiterte am Torwart. Doch Benny gab nicht auf, erneut ein kluger Pass auf Roger Stilz, doch auch dessen Schuß ging vorbei.
So blieb es am Ende beim Unentschieden, das nicht einmal unverdient war. Die Gäste spielten ihr übliches Spiel, hinten kompakt stehen und vorne schnell kontern, und das hat zuletzt ja auch schon zu manchem Sieg geführt.
Für den SCV heißt es nun am Dienstag, das Pokalspiel gegen Sasel zu gewinnen, denn der Einzug ins Achtelfinale würde den derzeit grauen Liga-Alltag doch erheblich aufhellen. Und im neuen Jahr werden die Karten dann neu gemischt!
SCV – Aufstellung:
Wolf
Lauer   Hinzmann   Bajramovic (90. Asante)   Goldgraebe
Schumann   Rabenhorst

Hoose   Stilz   Vierig

Neumann-Schirmbeck (77. Cetinkaya)

Tore:
1:0 Hoose 57.
1:1 Ullrich 70.
Zuschauer:
189
25.10.2011, Oddset-Pokal, 4. Runde:
SC Victoria – TSV Sasel 2:0 (0:0)

Einbahnstraße

Dank der kurzfristigen Ansetzung durch den HFV war für diesen Abend bereits seit längerem eine Reise nach Trier geplant, um dort mitzuerleben, wie sich ein Hamburger Bundesligist über 120 Minuten abmühte, um einen Viertligisten letztlich durch eine Standard-Situation aus dem Pokal zu kegeln. Für einen Hamburger Zweitligisten war dieser Viertligist in der vorangegangenen Runde im Übrigen eine Nummer zu groß. Unter diesen Umständen kann man mit der Leistung des SCV an diesem Abend eigentlich recht zufrieden sein, schließlich reichte es am Ende zu einem recht ungefährdeten Sieg gegen einen Liga-Konkurrenten. Wie mir unser Trainer Lutz Göttling berichtete, hatte der SCV das Spiel über weite Strecken unter Kontrolle, und spielte sich eine Menge guter Gelegenheiten heraus. So scheiterte Dennis Theissen knapp mit einem Kopfball, Patrick Schumann und Benny Hoose vergaben eine doppelte Gelegenheit, Roger Stilz traf nur den Pfosten. Nach einer Ecke hatte dann der Gast in Form von Ata Yamrali seine einzige gute Chance, doch unsere Abwehr konnte den Kopfball des afghanischen Nationalspielers gerade noch verhindern. Auch Cem Cetinkaya konnte sich wenig später nicht in die Torschützenliste eintragen, nach einem abgewehrten Schuß von Benny Hoose scheiterte er gleich zweimal im Nachschuß. Die Erlösung für die tapferen Fans führte dann schließlich Benny Hoose herbei, nach einem Pass von Jan Lauer schob er den Ball am Torwart vorbei und der Bann war endlich gebrochen. Von Sasel kam trotz des Rückstandes wenig und so konnte Patrick Schumann in der letzten Minute auch noch sein erstes Pflichtspieltor für den SCV erzielen. Anschließend konnte dann auch im Gästeblock des Trierer Moselstadions zur Verwunderung der umstehenden Hamburger endlich gejubelt werden, obwohl es zu diesem Zeitpunkt 1:0 für die Eintracht stand…
SCV – Aufstellung:

Wolf
Goldgraebe (19. Saleh)   Hinzmann   Asante   Lauer
Rabenhorst   Schumann   Theissen (90. Rutz)Hoose   Stilz
Cetinkaya (84. Vierig)
Tore:
1:0 Hoose 72. (Vorlage Lauer)
2:0 Schumann 90. (Stilz)
Zuschauer:
94
28.10.2011, Oberliga Hamburg, 14. Spieltag:
Niendorfer TSV – SC Victoria 1:1 (0:1)

2 Punkte verloren, aber neues Selbstvertrauen gewonnen!

Enttäuscht verliessen die Spieler des SCV den Rasenplatz am Niendorfer Sachsenweg. Erneut hatte es nur zu einem Unentschieden gereicht, erneut hatte man eine Führung nicht über die Zeit retten können.
Doch die Enttäuschung sollte bald der Freude über die gezeigte Leistung weichen, denn es war der beste Auftritt sein langer Zeit, einzig die Belohnung in Form von drei Punkten blieb der Mannschaft vorenthalten.
Zwar hatten die Gastgeber die erste Chance des Spiels, als ein Eckball für große Gefahr vor dem SCV-Tor sorgte, doch danach spielte nur noch eine Mannschaft. Cem Cetinkaya legte auf Dennis Theissen ab, der den Ball über das Tor schoss. Wenig später versuchte es Dennis erneut, doch sein Schuß wurde abgeblockt. Dann setzte sich Cem durch, tauchte frei vor dem Tor auf und der Ball war eigentlich schon drin, doch irgendwie schafften es die Niendorfer doch noch, den Einschlag zu verhindern. Weitere Versuche von Dennis Theissen und Benny Hoose wurden zur Beute des Niendorfer Torhüters, doch dann unterlief ihm doch ein folgenschwerer Fehler. Ein weiter Abwurf von Dennis Wolf landete bei Cem am linken Flügel, der Torhüter kam ihm entgegen, rutschte aber aus und Cem nutzte die Gunst der Stunde zur verdienten Führung.
Nach dem Seitenwechsel erwartete man einen Sturmlauf des NTSV, doch der blieb zunächst aus. Stattdessen gab es weitere Möglichkeiten für den SCV, doch ein abgefälschter Schuß von Roger Stilz landete erneut beim Torwart, Benny Hooses nächster Versuch ging knapp vorbei. Plötzlich aber eine Chance für die Gastgeber, doch Dennis Wolf konnte in höchster Not den Ausgleich verhindern. Beim der nächsten Niendorfer Chance war er aber leider machtlos, einmal hatte die Abwehr nicht aufgepasst, und schon tauchte Philipp Koberger frei vor ihm auf und traf zum Ausgleich.
Der SCV steckte diesem Schock gut weg und spielte weiter auf Sieg. Eine Hereingabe von Sergej Schulz verpassten dann Jan Vierig und Cem in Stereo, bei seiner nächsten Chance verletzte sich der gerade erst eingewechselte Jan Vierig und musste das Feld nach 20 Minuten schon wieder verlassen. Zum Glück gab es aber sofort Entwarnung und wir müssen Jan nicht auf die lange Liste der verletzten Stürmer setzen. Ebenfalls positiv, dass Jan Geist heute erstmal nach seiner Verletzung vor elf Monaten wieder im Kader war. Auf seine Einwechslung wurde dann aber aufgrund der rustikalen Niendorfer Gangart verzichtet. Das „Gelbe-Karten-Duell“ gewannnen die Gastgeber jedenfalls souverän mit 5:1. Auch das Spiel hätten sie fast noch gewonnen, denn in letzter Minute musste Dennis Wolf nochmal mit einer Großtat glänzen, dann war der eine Punkt im Sack, in den heute auch drei gepasst hätten. Schade drum, aber die Art und Weise, wie die Mannschaft in diesem Spiel auftrat macht Mut für die nächsten Wochen.
Bilder vom Spiel gibt es
HIER

SCV – Aufstellung:
Wolf
Goldgraebe   Asante   Hinzmann   Lauer
Schulz   Schumann (68. Vierig – 88. Rutz)   Theissen
Stilz   Hoose

Cetinkaya

Tore:
0:1 Cetinkaya 39. (Vorlage Wolf)
1:1 Koberger 70
Zuschauer:
180
05.11.2011, Oberliga Hamburg, 15. Spieltag:
TSV Sasel – SC Victoria 2:4 (0:1)

Die Tor-Blockade ist gelöst!

Na bitte, es geht doch. Auf dem unangenehmen Unter“grand“ am Saseler Parkweg kam unsere Mannschaft zu einem verdienten Auswärtssieg. Schon nach 5 Minuten standen die Zeichen auf Erfolg, nach einem Freistoß von Andreas Goldgraebe landete der Ball bei Benny Hoose, der ließ sich nicht lange bitten und erzielte die frühe Führung. Diese hätte er wenig später ausbauen können, doch da hatte er Pech, ebenso wie Jan Lauer, der mit einem Distanzschuß nur knapp den Torwinkel verpasste. Doch es ging weiter offensiv voran, die Gastgeber kamen ihrerseits nur zu spärlichen Gelegenheiten. Dennoch blieb zur Pause ein mulmiges Gefühl. Das zweite Tor musste her, doch es wollte nicht fallen.
Auch nach dem Seitenwechsel versuchte der SCV alles, doch immer war ein Saseler Bein, Fuß, oder sonstwas im Weg, oder die Abseitsfahne machte hoffnungsvolle Angriffsszenen zu nichte. Und so kam, was kommen musste, obwohl es sich eigentlich gar nicht andeutete. Freistoß für Sasel aus rund 25 Metern und der Ball rollt trotz Mauer an 150 Beinen vorbei und findet den Weg in die kurze Ecke. Doch der SCV reagierte auf dieses Tor keineswegs geschockt, sondern mit noch geballterer Offensive. Nur 5 Minuten später spielte der gerade erst eingewechselte Dennis Theissen einen tollen Pass auf Sergej Schulz. Dieser ist vor dem herausstürzenden Torwart am Ball, umkurvt ihn und trifft zur erneuten Führung. Weitere 5 Minuten später eroberte Roger Stilz den Ball im Mittelfeld, kluger Pass zu Benny Hoose und der findet am langen Pfosten Dennis T. Damit war die Sache erledigt und zur Krönung seiner erneut starken Leistung zauberte Benny Hoose dann noch einen Freistoß über die Mauer ins Tor. Der zweite Saseler Treffer in der Schlußphase konnte die Freude und Erleichterung aller Victorianer an diesem Nachmittag nur geringfügig trüben. Nach dem guten Auftritt in Niendorf also wieder eine gute Vorstellung unserer Mannschaft, insbesondere die Reaktion auf den Ausgleich war erfreulich. So kann es weiter gehen, so wird es weiter gehen!
SCV – Aufstellung:

Wolf
Goldgraebe (72. Hinzmann)   Asante   Rabenhorst   Lauer
Schulz   Schumann   Renfordt (65. Theissen)
Stilz (76. Vierig)   Hoose
Cetinkaya
Tore:
0:1 Hoose 5. (Vorlgae Goldgraebe)
1:1 Zankl 64.
1:2 Schulz 68. (Theissen)
1:3 Theissen 73.
1:4 Hoose 85. (direkter Freistoß)
2:4 Teßen 88.
Zuschauer:
147
11.11.2011, Oberliga Hamburg, 16. Spieltag:
SC Victoria – VfL Pinneberg 0:0

Wenigstens ist niemand erfroren
Kalt war es an diesem Tag mit dem besonderen Datum. Die Zuschauer, die an diesem Abend ins Stadion Hoheluft gekommen waren, werden wahrscheinlich nur wenig erwärmt den Heimweg angetreten haben. Allzu viel gab es nicht zu sehen. Beiden Mannschaften ist der Willen, ein gutes Fußballspiel abzuliefern nicht abzusprechen. Schon nach sechs Minuten hatten die Gäste eine Riesenchance, doch Dennis Wolf ließ sich nicht vom frei vor ihm auftauchenden Sören Badermann überwinden. Nach 20 Minuten konnte unsere Mannschaft dann einen Schuß von Jan Eggers gerade noch vor der Linie stoppen. Auf der anderen Seite musste bis zur 40. Minute gewartet werden, bevor es die erste gute Möglichkeit gab. Benny Hoose passte auf Roger Stilz, doch dessen Schuß konnte der Gästetorwart Steen abwehren. Kurz vor der Pause dann nochmal Aufregung, als Marcus Rabenhorst seinen Gegenspieler an der Strafraumgrenze zu Fall brachte. Auf der SCV-Bank rechnete man mit einer roten Karte sowie einem Strafstoß, doch es gab nur gelb und einen Freistoß, der weit über das Tor ging. Kurz und knapp kann man zu dieser Szene sagen: Glück gehabt!
Nach dem Seitenwechsel zeigte unsere Mannschaft dann eine Steigerung. Allerdings musste Mathias Hinzmann nach 52 Minuten den Platz verlassen, wir hoffen, dass sich der Verdacht auf einen Bänderriss nicht bestätigt. Mit Andreas Goldgraebe haben wir in dieser Woche ja bereits eine solche Verletzung zu vermelden, dass muss doch nun wirklich langsam mal aufhören. Doch unsere Mannschaft wollte den Aufwärtstrend der letzten Wochen nun bestätigen. Die Pinneberger Deckung hielt dem Angriffen aber stand, immer war noch ein Fuß oder ein Oberschenkel im Weg und so wurde das erlösende Tor verhindert. So blieb es letztlich beim torlosen Unentschieden gegen einen guten Gegner.
SCV – Aufstellung:

Wolf
Hinzmann (52. Neumann-Schirmbeck)  Asante   Rabenhorst   Lauer
Schulz   Schumann (46. Renfordt)   Theissen
Stilz   Hoose
Cetinkaya
Tore:
stehen noch im Stadion
Zuschauer:
172
 19.11.2011, Oberliga Hamburg, 17. Spieltag:

SV Curslack/Neuengamme – SC Victoria 2:2 (1:1)
Blut und Kampf um jeden Meter

Zum Abschluß der Hinrunde lieferte unsere Mannschaft noch einmal einen großen Kampf ab. Auf dem Curslacker Kunstrasen holte das Team von Lutz Göttling einen verdienten Punkt, und ist damit die erste Mannschaft in dieser Saison, die nicht als Verlierer die Heimreise antreten musste. Stolze 22:3 Tore holten die Gastgeber bislang bei ihren acht Heimsiegen, gegen den SCV mussten sie sich nun mit einen Punkt begnügen. Für unsere Mannschaft begann das Spiel optimal, Dennis Theissen spielte einen großartigen Pass in den Lauf von Benny Hoose, der umkurvte den Torwart und schob ein zur frühen Führung. Leider jubelte unsere Mannschaft daraufhin wohl etwas zu lange, bereits im Gegenzug musste man den Ausgleich hinnehmen. Nach einem langen Einwurf bekam die Abwehr den Ball nicht unter Kontrolle und Matthias Reincke konnte Torwart Schau im zweiten Versuch überwinden.
Die 20. Minute ließ dann alle Anwesenden erschauern. Bei einem Luftkampf prallten Marcus Rabenhorst und Curslack´s Sven Möller mit den Köpfen zusammen und gingen zu Boden. Das Krachen bei der Kollision war wohl bis zum Elbdeich zu hören. Die erste Diagnose bei Rabe ergab eine Platzwunde über dem Auge, hoffen wir, dass es dabei bleibt und nicht auch noch die Augenhöhle in Mitleidenschaft gezogen wurde. Sven Möller erlitt am Hinterkopf ebenfalls eine stark blutende Platzwunde. Beide wurden sofort ausgewechselt und fuhren gemeinsam mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. Wir wünschen beiden von dieser Stelle rasche und vor allem komplette Genesung.
Das Spiel lief nach diesem Unfall bis zur Pause in ruhigeren Bahnen, allerdings durfte man sich vor dem Pausenpfiff nochmal ärgern. Cem Cetinkaya wurde am Strafraum gefoult, der Ball rollte weiter zu Roger Stilz, der nun völlig frei vor dem Tor stand, doch leider pfiff der Schiedsrichter diesen riesigen Vorteil ab. So ging es mit dem Unentschieden in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel spielte der SCV weiter auf Sieg. Wie üblich sah es auch alles ganz ordentlich aus, trotzdem lag man nach einer Stunde plötzlich zurück. Erneut flog ein langer Ball vor das Tor, erneut herrschte Uneinigkeit, wer diesen nun aus der Gefahrenzone befördern sollte, erneut hieß der Nutzniesser Matthias Reincke, 2:1 für Curslack.
Doch erneut bäumte sich unsere Mannschaft auf, Trainer Göttling brachte mit Jan Vierig und Benedikt Neumann-Schirmbeck zwei frische Stürmer. Attacke war angesagt. Curslack zog sich weit an den eigenen Strafraum zurück und unsere Mannschaft rannte wütend an. Es war nicht leicht, die Lücke im kompakten Deich-Bollwerk zu finden, doch Roger fand sie: Pass auf Benny Hoose und der ließ sich erneut nicht lange bitten, Vollspannschuß mitten ins Tor und der verdiente Ausgleich war geschafft. Unsere Mannschaft wollte noch mehr und die Gastgeber mussten ihr Tor auch in den letzten Minuten intensiver verteidigen, als es ihnen lieb gewesen sein dürfte. Nach 90 Minuten und und je 3 Minuten Nachspielzeit stand dann aber schließlich ein gerechtes 2:2 unter dem Strich. Sicherlich war auch heute mehr drin, aber trotzdem dürfte jeder Victorianer die Heimreise mit einem guten Gefühl angetreten haben. Die Mannschaft hat gezeigt, dasss sie guten Fußball spielen UND auch kämpfen kann. Fehlt nur noch die Entwarnung von Rabe.
SCV – Aufstellung:
Schau
Schulz   Rabenhorst (20. Asante)  Bajramovic   Lauer (67. Vierig)
Renfordt (77. Neumann-Schirmbeck)   Schumann   Theissen
Stilz   Hoose
Cetinkaya
Tore:
0:1 Hoose 5. (Vorlage Theissen)
1:1 Reincke 6
2:1 Reincke 61.
2:2 Hoose 83. (Stilz)
gelbrot:
M. Barlak 89. (SVCN)
Zuschauer:
140
27.11.2011, Oberliga Hamburg, 18. Spieltag:
USC Paloma – SC Victoria 0:3 (0:2)

Ein schöner Sonntag-Morgen-Spaziergang

Auf geht es in die Rückrunde, und der Start ist dem SCV mehr als gelungen. Die letzten fünfzehn Unversehrten, sprich zwei Torhüter und dreizehn Feldspieler, trafen sich bereits um 8.45 Uhr auf dem Sportplatz an der Brucknerstraße. Trainer Lutz Göttling bat seine Mannschaft zu einem kleinen, gemütlichen Spaziergang durch den nahen Stadtpark. Einige Gespräche zum wach werden, die Beine ein wenig vertreten und einfach mal den Kopf frei kriegen war angesagt. Nach den folgenden 90 Minuten Fußball muss man sagen: Das sollten wir öfter machen! Von der ersten Sekunde an waren die Jungs hellwach und das Spiel hatte bereits nach einer viertel Stunde eine eindeutige Richtung eingeschlagen. Zunächst spielte Dennis Theissen einen schönen Pass auf Cem Cetinkaya und der konnte aus kurzer Distanz einnicken. Wenig später zeigten Roger Stilz und Jan Lauer, dass sie dieses Spiel ebenfalls beherrschen, schon lag der SCV mit 2:0 vorne. Ein Gefühl, dass man zuletzt viel zu oft vermisste. Die Sorge, dass man diesen schönen Vorsprung wieder verspielen könnte, waren heute unbegründet, denn die Mannschaft spielte jetzt souverän weiter und das dritte Tor lag eher in der Luft als ein USC-Treffer. Doch bis zur Pause sollte nichts Zählbares mehr herausspringen.
Nach dem Seitenwechsel waren die Männer in Orange dann kurzzeitig etwas unsortiert und Paloma witterte Morgenluft. Doch die perfekte Antwort liess nicht lange auf sich warten. Tim Renfordt erkämpfte sich den Ball im Mittelfeld und schickte Roger auf die Reise. Der hatte frei vor dem Tor die große Auswahl und entschied sich für die kurze Ecke. Damit war das Spiel nach nicht mal einer Stunde entschieden. Paloma hatte nicht mehr die Möglichkeiten, um dieses Spiel noch zu drehen. Auf der anderen Seite hätte unsere Mannschaft das Ergebnis noch weiter in die Höhe schrauben können, doch am Ende waren alle mit diesem verdienten 3:0 Sieg zufrieden. Acht Punkte aus den letzten vier Spielen, davon dreimal auswärts, sind eine gute Bilanz, die nun am kommenden Freitag mit einem Heimsieg gegen Schnelsen nochmal verbessert werden kann. Mal schauen, ob es vorher auch wieder einen Spaziergang gibt, das Niendorfer Gehege ist ja nicht so weit…
SCV-Aufstellung:
Schau
Schulz (80. Rutz)   Asante   Bajramovic   Lauer (76. Saleh)
Renfordt (73. Vierig)   Schumann   Theissen
Stilz
Hoose   Cetinkaya
Tore:
0:1 Cetinkaya 9. (Vorlage Theissen)
0:2 Lauer 15. (Stilz)
0:3 Stilz 58. (Renfordt)
Zuschauer:160
02.12.2011, Oberliga Hamburg, 19. Spieltag:
SC Victoria – Germania Schnelsen 6:1 (2:0)

Ausgerechnet jetzt ist Winterpause…

Was war das denn? Im letzten Spiel vor der Winterpause holte unsere Mannschaft noch einmal zum ganz großen Paukenschlag aus und bestätigte den Auswärtstrend der letzten Wochen mit einem klaren 6:1 Sieg gegen Germania Schnelsen. Dabei hatten die Gäste die ersten beiden guten Chancen des Spiels, doch weder Stephan Rahn noch Onur Ulusoy konnten damit etwas anfangen. Besser machte es danach der SCV. Sergej Schulz nahm einem Ball im Mittelfeld auf, lief noch einige Meter und feuerte die Kugel dann mit viel Geflatter und fiesem Rechtsdrall an Felix Sager vorbei zur frühen Führung. Ehe sich Schnelsen dem Ernst der Lage bewusst wurde, bediente Dennis Theissen Cem Cetinkaya, der sich geschickt gegen die etwas hölzerne Deckung des Gegners durchsetzte und flach zum 2:0 einschoss. Das lief ja genau so gut wie letzte Woche bei Paloma, und die Mannschaft setzte nach. Germania wirkte verunsichert und Dennis Theissen schnappte sich den Ball von der gegnerischen Hintermannschaft, liess den Torwart aussteigen, doch Benny Hoose wurde in letzter Sekunde abgedrängt. Der Pausenpfiff erlöste die Gäste schließlich, und trotz der 2:0 Führung blieb so natürlich ein etwas ungutes Gefühl. Das wurde dann auch promt bestätigt, als die Germanen nur fünf Minuten nach dem Seitenwechsel verkürzen konnten. Man fürchtete nun ein erneutes Zitterspiel, denn die Gäste waren nun am Drücker. Doch der SCV liess sich dieses Mal die Punkte nicht mehr nehmen. Benny Hoose wurde einmal mehr gefoult, und brachte den fälligen Freistoß vor das Tor der Gäste. Über alle Köpfe hinweg flog der Ball bis zum langen Pfosten, wo Käpt´n Jasko lauerte und etwas überrascht „Danke“ sagte. Nur zwei Minuten später spielte Dennis Theissen einen schönen Pas in den Lauf von Cem, der Felix Sager mit einem Lupfer überwinden konnte – 4:1, das sollte doch wohl reichen. Es reichte auch, denn Germania ergab sich nach diesem Doppenschlag und liess den SCV in der Schlußphase noch zweimal durch den eigenen Strafraum spazieren und weitere recht leichte Tore erzielen. Nach einer Hinrunde mit vielen Rückschlägen und nach unglücklichem Punktverlust tat das der blau-gelben Seele aber an diesem Abend besonders gut. Als die Mannschaft nach dem Schlusspfiff schließlich noch ein fröhliches „Der SCV ist wieder da“ zum Besten gab, wusste man wirklich nicht mehr, ob man sich über die so lange herbei gesehnte und nun anstehende Winterpause wirklich freuen sollte…
Daher freuen wir uns jetzt einfach auf den 18. Februar, denn da geht es mit dem 20. Spieltag in Meiendorf weiter, wo wir ja auch mal wieder gewinnen könnten. Mit dem dann hoffentlich kompletten Kader und der heutigen Form sollte das möglich sein.
In diesem Sinne:
 FROHE FEIERTAGE IN BLAU UND GELB!!
SCV-Aufstellung:
Schau
Schulz (82. Vierig)   Asante   Bajramovic (84. Helmer)   Lauer
Theissen   Schumann  Rabenhorst (82. Saleh)

Stilz   Hoose

Cetinkaya

 Ein schönes Viedeo zum Spiel mit allen Toren gibt es
HIER

Tore: (darauf hab ich mich schon die ganze Zeit gefreut…)
1:0 Schulz 8. (Vorlage Lauer)
2:0 Cetinkaya 14. (Theissen)
2:1 Ringger 50.
3:1 Bajramovic 65. (Hoose)
4:1 Cetinkaya 67. (Theissen)
5:1 Vierig 84. (Hoose)
6:1 Lauer 90. (Theissen)

Zuschauer:
279

24.02.2012, Oberliga Hamburg, 21. Spieltag:
SC Victoria – Eintracht Norderstedt 1:1 (0:0)
Gutes Spiel, gerechtes ErgebnisWenn beide Trainer nach dem Spiel der Meinung sind, dass ihre Mannschaft hätte gewinnen können, das Unentschieden letztlich aber auch in Ordnung geht, dann muss man an dieser Stelle auch keine weiteren tiefgründigen Forschungen anstellen, ob dieses 1:1 denn nun auch wirklich leistungsgerecht war. Beide Mannschaften hatten den Sieg tatsächlich mehrfach auf dem Fuß, doch das goldene zweite Tor wollte auf keiner Seite fallen.
Der Reihe nach: Die ersten Minuten des Spiels gehörten dem SCV. Marcus Rabenhorst köpfte an den Pfosten, Nico Patschinski schoss knapp über das Tor, ein Fernschuß von Benny Hoose ärgerte ebenfalls nur den Zaun hinter dem Tor. Eine weitere Patschinski-Chance wurde abgeblockt. Dann kamen die Gäste besser ins Spiel, Christian Schau holte einen Ulaga-Freistoß aus dem Winkel und musste kurz vor der Pause gegen den frei stehenden Ivan Sa Borges Dju in höchster Not retten.
Nach dem Seitenwechsel gab es davon einige Wiederholungen. Erneut parierte Christian einen Freistoß, erneut rettete er spektakulär gegen Sa Borges, und das Aluminium war auch einmal auf seiner Seite. Dann kam der SCV wieder ins Rollen. Sergej Schulz wurde im/am/vor dem Strafraum gefoult, zumindest auf der SCV-Bank hätte man hier gern einen Elfmeter-Pfiff gehört. Doch wozu braucht man schon Elfmeter, wenn man einen Benny Hoose hat. Über die Mauer und rein in die lange Ecke flog sein Freistoß zur viel bejubelten SCV-Führung ins Netz. Wenig später wäre Nico Patschinski auf und davon gewesen, doch die Abseitsfahne bremste ihn. Eigentlich soll man ja nicht auf die Unparteiischen schimpfen, die Männer in schwarz haben es schließlich schwer genug, doch wenn man im Gegensatz zum Herren an der Fahne in dieser Szene genau auf Ballhöhe war, dann darf man sich über diese ziemlich deutliche Fehlentscheidung zumindest mal ärgern. Ob es das möglicherweise entscheidende 2:0 gewesen wäre sei dahin gestellt, aber es hätte zumindest eine Riesenchance sein können. So kam es anders, Norderstedt wechselte sportlich offensiv ein, stellte das System auf noch mehr Angriff um und kam zum Ausgleich.
Beide Mannschaften spielten anschließend weiter auf Sieg, Lutz Göttling brachte auch noch zwei frische Stürmer, doch am Ende musste man sich mit dem zweiten Remis im zweiten Pflichtspiel auf Kunstrasen (0:0 gegen Meiendorf im August 2011) zufrieden geben. Und wie bereits erwähnt: das war auch in Ordnung so.
SCV – Aufstellung:

Schau
Brück   Rabenhorst   Helmer   Goldgraebe
Renfordt (56. Theissen)   Schumann   Schulz (85. D `Urso)
Stilz   Hoose
Patschinski (83. Vierig)
Tore:
1:0 Hoose 65. (Vorarbeit Schulz)
1:1 Jurkschat 79.
Zuschauer:
127

02.03.2012, Oberliga Hamburg, 22. Spieltag:
Oststeinbeker SV – SC Victoria 1:2 (1:0)

Das war der Hammer

Solche Siege sind doch irgendwie die schönsten. In der ersten Halbzeit nicht so richtig ins Spiel gekommen und nicht unverdient in Rückstand geraten, in der zweiten Hälfte dann die große Aufholjagd gestartet und am Ende die drei Punkte mit nach Hause genommen. Sowas klappt nicht oft, aber wenn, dann macht es eben auch richtig Spaß. Von der ersten Hälfte in Oststeinbek konnte man das aber eben nicht behaupten. Die offensive und aggressive Marschroute konnte von der Mannschaft zunächst nicht umgesetzt werden und so war der Schreck groß, als OSV-Angreifer Alexander Pohlmann nach 25 Minuten frei vor Christian Schau auftauchte – und vergab. Den konnte man machen, dachte er sich wohl auch und nutzte 4 Minuten später seine nächste Chance. Was auf den ersten Blick ärgerlich war, stellte sich im Nachhinein als möglicherweise entscheidene Szene heraus, denn nun war unsere Mannschaft wach. Mehr und mehr verlagerte sich das Spielgeschehen in Richtung Tor der Gastgeber, doch der Halbzeitpfiff stoppte den SCV. Aber nur für 15 Minuten. Nach dem Seitenwechsel änderte Trainer Lutz Göttling das System und stellte auf Dreierkette und zwei Stürmer um. Das zeigte sofort Wirkung, Benny Hoose legte einen Sololauf gegen halb Oststeinbek hin und scheiterte erst am Torwart. Der Ball lief nun rasend schnell durch den gegnerischen Strafraum, teilweise wohl zu schnell, denn Maurizio D `Urso wurde nach 52 Minuten gefoult und Sergej Schulz verwandelte den fälligen Elfmeter gewohnt sicher. Überhaupt waren Standardsituationen heute der Schlüssel zum Erfolg. Keine 10 Minuten nach dem Ausgleich wurde Benny Hoose im Mittelfeld gefoult, der OSV stellte die Mauer aufgrund der großen Entfernung nur halbherzig und auch der Torwart ahnte die unmittelbar bevorstehende Gefahr wohl nicht. Dennis Theissen sah seine Chance gekommen, nahm einen kurzen Anlauf und prügelte den Ball aus rund 30 Metern schnurgerade an Freund und Gegenspieler vorbei ins Netz. Geschätze Flugzeit: 0,8 Sekunden! Der Elfmeter von Sergej dürfte länger unterwegs gewesen sein…
Der SCV hatte das Spiel danach im Griff. Das System wurde nun wieder auf ein wenig mehr Defensive geändert und man schaute, was da nun vom OSV kommen würde. Doch erst in den letzten Minuten kamen die Gastgeber nochmal etwas öfter vor das SCV-Tor. Es ging nun wie in Oststeinbek gewohnt rustikal zur Sache, auch das Verbale kam nicht zu kurz. Doch weder Fouls noch viel Gesabbel konnten den SCV-Sieg schließlich verhindern. Eine Nachspielzeit gab es überraschenderweise nicht, was uns natürlich weniger störte als den OSV. So blieb uns das dritte und alles entscheidene Tor zwar verwehrt, aber damit können wir leben!
SCV – Aufstellung:
Schau
Brück   Helmer   Rabenhorst   Goldgraebe
Schulz   Schumann (46. D `Urso)   Theissen (73. Renfordt)
Stilz   Hoose
Cetinkaya (66. Patschinski)
Tore:
1:0 Pohlmann 29.
1:1 Schulz 52. (FE, Foul an D `Urso)
1:2 Theissen 62. (Hoose)
Zuschauer:
wenig, aber laut!
10.03.2012, Oberliga Hamburg, 23. Spieltag:
SC Victoria – FC Bergedorf 85 2:1 (0:0)

Dramatisches FinaleDas war nichts für schwache Nerven. Offenbar braucht unsere Mannschaft neuerdings einen Rückstand, um ein Spiel zu gewinnen. Wie schon in Oststeinbek lag man mit 0:1 zurück, um am Ende doch noch als Sieger vom Platz zu gehen. Allerdings war es heute deutlich spannender und dramatischer, und auch der Gegner war deutlich besser. Zu Beginn des Spiels sahen die Zuschauer das klassische Abtasten, das man von vielen Spitzenspielen kennt. Eine Chance für den SCV, Cem Cetinkaya verpasste den Ball nach Lauer-Pass nur knapp, und einen für den Gegner, viel mehr passierte in der ersten Halbzeit nicht.
Doch zum Glück hatte auch dieses Spiel eine zweite Halbzeit, und die hatte einiges zu bieten. Keine 100 Sekunden waren vergangen, da steuerte B85-Stürmer Kunath auf Torwart Christian Schau zu. Kim Helmer verfolgte ihn, zog ihn zu Boden und durfte als erster Spieler des Tages zum Duschen. Damit war das offensivere SCV-Konzept der zweiten Hälfte auch schon wieder erledigt. Dennoch wechselte Trainer Lutz Göttling kurz danach zwei frische Angreifer ein. Doch bevor dieses Konzept griff, musste man einen weiteren Rückschlag verkraften. Wieder war es Herr Kunath, der für Verdruss beim SCV sorgte, sein 20-Meter-Kracher landete unhaltbar im Winkel und man lag mit 10 Mann gegen einen starken Gegner zurück. Das war es dann wohl…
Aber der SCV kam zurück, und wie. Jan Vierig kam für Jonah Asante und nun gab es nur noch eine Richtung: Vorwärts! Ein langer Ball von Marcus Rabenhorst hätte eigentlich eine sichere Beute der Bergedorfer Abwehr werden können, doch Nico Patschinski bedrängte seinen Gegenspieler energisch, kam so vor diesem an den Ball und beförderte ihn volley in die lange Ecke! Nur zwei Minuten später setzte Nico dann Jan Vierig in Szene, doch 85-Torwart Braun liess sich nicht überwinden, jedenfalls nicht von Jan. So setzte dieser sich wenig später dynamisch über die rechte Seite durch, passte in die Mitte und Nico verwandelte erneut direkt zur SCV-Führung. So macht man das wohl in der Bundesliga. Kurz vor diesem Tor hätten auch die Gäste wieder in Führung gehen können, doch Jan Landau schoß freistehend vor dem Tor Christian Schau in die Arme. So hiess es nun noch mal für sechs Minuten zittern, denn diesen schönen Vorsprung wollte man natürlich nicht wieder hergeben. Bergedorf warf alles nach vorne, doch 10 Victorianer stemmten sich vehement dagegen und brachten den Sieg schließlich verdient nach Hause. Es war sicherlich kein so attraktives Spiel wie noch vor zwei Wochen gegen Norderstedt, aber was alleine zählte waren die drei Punkte.
Neben Kim Helmer gab es allerdings noch einen weiteren Pechvogel. Roger Stilz verletzte sich bei einem Zweikampf und musste auch lange nach dem Spiel behandelt werden. Die Diagnose steht noch aus, es bleibt zu hoffen, dass dieser Sieg nicht allzu teuer bezahlt werden muss.
SCV – Aufstellung:
Schau
Brück   Asante (72. Vierig)   Helmer   Lauer
Goldgraebe (54. Sudbrak)   Stilz   Rabenhorst   Schulz
Hoose

Cetinkaya (59. Patschinski)

Tore:
0:1 Kunath 69.
1:1 Patschinski 76. (Vorlage Rabenhorst)
2:1 Patschinski 84. (Vierig)
Rote Karte:
Helmer 47. Notbremse
Zuschauer:
350
Auch gegen Bergedorf gab es für Roger reichlich auf die Socken!

13.03.2012, Oddset-Pokal, 1/8-Finale:
SC Victoria – FC Bergedorf 85 3:1 (2:1)

Kurz gezittert, dann souverän weiter!

Die Auftritte unserer Mannschaft werden immer besser. Nach der eher bescheidenen Leistung im samstäglichen Punktspiel gab es nun einen überzeugenden Sieg im Pokalspiel gegen den gleichen Gegner. Unsere Mannschaft machte vom Anfpfiff weg ordentlich Dampf und hätte schon nach fünf Minuten 2:0 führen müssen. Doch Jan Vierig sparte sich die Tore noch ein wenig auf. Aus ziemlich heiterem Himmel kam dann das Führungstor für die Gäste. Ein Ball von der rechten Außenbahn wurde immer länger und Andreas Akyol konnte am zweiten Pfosten stehend einschieben. Wenig später hätte es fast sogar 0:2 gestanden, doch Christian Schau lenkte einen Schuß von der Strafraumgrenze gerade noch um den Pfosten herum. Unsere Mannschaft durchlief nun eine kurze Phase der Unsicherheit, doch mit zunehmender Spielzeit bekam sie das Spiel wieder in den Griff. Benny Hoose zielte in der 33. Minute knapp über das Tor, vier Minuten später leitete er dann den Ausgleich ein. Mehrere SCV-Spieler waren an seinem scharf geschossenen Eckball noch dran, letztlich war es einmal mehr Nico Patschinski, der ihn über die Linie drückte. Doch Benny kann auch direkt, nach einem Foul an Jan Vierig legte er sich den Ball mitten im Mittelfeld zurecht. Für einen direkten Schuß schien die Position allerdings nicht optimal, doch Benny traf aus über 30 Metern genau neben den Pfosten und zur Führung. „Nicht unhaltbar“ wird es in vielen Köpfen aufgeleuchtet haben, „kann uns aber egal sein“, dachte man dagegen im blau-gelben Lager.
So ging es mit einer Führung in den zweiten Durchgang und man erwartete nun einen Sturmlauf der Gäste. Doch die kamen nicht so richtig in die Gänge, stattdessen erzielte Jan Vierig 10 Minuten nach Wiederanpfiff das dritte SCV-Tor, und sorgte für etwas mehr Entspannung auf der SCV-Bank. Sein Schuß von der Strafraumgrenze schlug im langen Eck ein und es war sicherlich das schwierigste Tor, was Herr Vierzig bei seinen vielen Chancen erzielen konnte. Die einfachen mag er eben nicht so und  zwei Vorlagen plus ein Tor sind ja nun wirklich genug.
Auch nach dem 3:1 kamen die Bergedorfer nicht mehr erwähnenswert in Fahrt, der SCV hingegen spielte das Spiel nun souverän zu Ende. Das 4:1 lag eher in der Luft als das 3:2, und spätestens nach dem Platzverweis in der 70. Minute war klar, wer das Feld als Sieger verlassen würde. Trotz einiger Ausfälle und nur vier Feldspielern auf der Bank gewann unsere Mannschaft am Ende sicher und verdient mit 3:1. Gespannt warten wir nun auf die Auslosung am nächsten Montag!
SCV – Aufstellung:
Schau
Schulz   Asante   Rabenhorst   Lauer
Stilz
Brück   Hoose (72. Cetinkaya)   Goldgraebe
Vierig   Patschinski (82. Sudbrak)
Tore:
0:1 Akyol 13.
1:1 Patschinski 37. (Vorlage Vierig)
2:1 Hoose 43. (Vierig)
3:1 Vierig 55. (Rabenhorst)
gelb-rot:
Schmer  70. (B85)
Zuschauer:
212 zahlende
18.03.2012, Oberliga Hamburg, 24. Spieltag:
Altona 93 – SC Victoria 0:2 (0:0)

Gnadenlos effektiv

Der letzte SCV-Sieg beim AFC war im Jahr 2000, es wurde also Zeit, diesen Bann zu brechen und endlich mal wieder mit drei Punkten im Gepäck die Adof Jäger Kampfbahn zu verlassen. Bis es soweit war, mussten die zahlreich angereisten SCV-Fans aber reichlich zittern. Altona begann stark und hatte vor allem in der ersten Halbzeit einige Chancen. Der ehemalige SCVer Sezgin Akgül scheiterte jedoch gleich mehrfach an Christian Schau oder den eigenen Nerven. Ein Carallo-Freistoß landetet am Außenpfosten. Andreas Goldgraebe musste in höchster Not auf der eigenen Torlinie retten und kurz vor der Pause war es erneut Akgül, der unseren starken Torwart bereits ausgespielt hatte, aber das Tor aus spitzem Winkel nicht traf. Auf der anderen Seite verfehlte Jan Vierig das Tor nach einem Hoose-Zuspiel nur knapp. Benny selbst zielte mit einem Freistoß knapp neben das Tor. Soviel zur ersten Hälfte, in der Pause hieß es auf SCV-Seite also erstmal Luft holen und durchatmen, denn das Ergebnis war schon recht schmeichelhaft.
Nach dem Seitenwechsel steigerte sich unsere Mannschaft, doch zunächst musste  Christian Schau eine weitere Riesen-Parade hinlegen, mit der er einen Kopfball von Onur Bektas an die Latte lenkte. Der SCV konnte sich nun aber mehr und mehr befreien, und plötzlich war Jan Vierig auf der rechten Seite durchgestartet. Er sah den in der Mitte frei stehenden Nico Patschinski, sein Querpass wurde jedoch von einem Gegenspieler abgefälscht und landete im Tor. Das ganze sah zwar wie eine Eigentor aus, doch da der Schiedsrichter in seinem Bericht Jan als Torschützen nannte, wollen wir ihm den Treffer natürlich nicht vorenthalten.
Diese Führung sorgte nun für ein wenig mehr Ruhe in unserem Spiel, als der AFC wenig später auch noch einen Spieler verlor, schien das Spiel entschieden. Doch die Gastgeber gaben sich nicht auf und rannten weiter an, so dass unsere Abwehr weiter genug zu tun hatte. Die ganz großen Torszenen gab es aber nicht mehr. Auf der anderen Seite fuhr unsere Mannschaft schließlich den finalen Konter. Nico Patschinski steckte durch zu Cem Cetinkaya, der umkurvte den Torwart und fiel. Benny Hoose verwandelte den Elfmeter zum entscheidenen 2:0 und der SCV durfte sich über drei Punkte freuen. Sicherlich war dieser Sieg ein wenig glücklich, aber wenn man vorne die Tore macht und hinten keine einfängt, dann gewinnt man so ein Spiel eben. Und genau dafür waren wir nach Altona gefahren!
Hier gibt es ein Video vom Spiel!

SCV – Aufstellung:

Schau
Schulz   Asante   Rabenhorst   Lauer
Brück (85. Sudbrak)   Stilz   Goldgraebe
Hoose (89. Bajramovic)
Vierig (65. Cetinkaya)  Patschinski
Tore:
0:1 Vierig 61. (Vorlage Brück)
0:2 Hoose 89. FE. (Cetinkaya)
gelb-rot:
Lipke 70.
Zuschauer:
663
Er hielt die Punkte fest: Torhüter Christian Schau!
23.03.2012, Oberliga Hamburg, 25. Spieltag:
SC Victoria – SV Halstenbek/Rellingen 2:1 (1:0)

Arbeitssieg

Sicherlich gab es in dieser Saison schon bessere Auftritte unserer Mannschaft als der heutige gegen die Spielvereinigung Halstenbek/Rellingen. Doch erfolgreicher waren diese Auftritte deswegen noch lange nicht. Am Ende stand ein knapper aber verdienter 2:1 Sieg, der nur in den letzten zwei Spielminuten ernsthaft in Gefahr geriet. Bis dahin hatte unseren Mannschaft das Spiel weitestgehend unter Kontrolle und ließ Ball und Gegner über die meiste Zeit der 90 Minuten laufen. Schon früh gelang Nico Patschinski nach Vorarbeit von Andreas Brück die Führung. Die Gäste kamen danach zweimal in aussichtsreicher Position zum Kopfball, doch Nils Matthiessen verfehlte das SCV-Tor. Auf der anderen Seite zielten auch Roger Stilz und Benny Hoose zu ungenau, während Marcus Rabenhorst bei einer guten Gelegenheit zu uneigennützig war und quer legte statt selber den Abschluss zu suchen.
Nach dem Seitenwechsel hatte H/R erneut zwei kleinere Gelegenheiten, doch auch Veton Hajrizi konnte Christian Schau nicht ernsthaft in Verlegenheit bringen. Effektiver zeigte sich dagegen unseren Mannschaft: Ecke durch Dennis Sudbrak, Marcus Rabenhorst verlängerte und Andreas Brück vollendete per Kopf zum 2:0. Das Spiel schien entschieden. Doch zwei Minuten vor den Ende kam plötzlich nochmal Spannung auf. Der 3-Monate-SCVer Sascha Richert zauberte einen Freistoß genau in den Winkel und auf einmal begann das große Zittern. In der letzten Spielminute gab es nochmal einen Freistoß für die Gäste und auch Torwart Max Rohrbach trieb sich dabei im SCV-Strafraum herum. Der Ball wurde lang und länger und Rohrbach kam sogar zum Torschuß, doch der ging über das Gehäuse und wenig später war das Spiel zu Ende.
Nachdem unsere Mannschaft in der Hinrunde aus den Spielen gegen Bergedorf, Altona und H/R insgesamt genau null Punkte eingefahren hatte sind es in der Rückrunde gegen die gleichen drei Gegner sagenhafte neun Punkte geworden. Diese Tatsache macht zwar das heutige Spiel nicht besser, aber es gibt Anlass zur Hoffnung, dass wir nun auch in der Lage sind, Spiele zu gewinnen ohne dabei vollends zu überzeugen. Und genau das zeichnet Spitzenmannschaften aus!
SCV – Aufstellung:
Schau
Schulz (62. Goldgraebe)   Asante   Helmer   Lauer
Brück   Stilz   Rabenhorst
Hoose (56. Sudbrak)Cetinkaya (79. Schumann)   Patschinski
Tore:
1:0 Patschinski 14. (Vorlage Brück)
2:0 Brück 73. (Rabenhorst)
2:1 Richert 88.
Zuschauer:
240
31.03.2012, Oberliga Hamburg, 26. Spieltag:
SV Rugenbergen – SC Victoria 0:2 (0:2)

Krönung eines perfekten Monats

2:1 in Oststeinbek, 2:1 und 3:1 gegen Bergedorf, 2:0 in Altona, 2:1 gegen H/R und nun dieser 2:0 Sieg beim SV Rugenbergen. Der Monat März brachte den SCV ins Pokal-Viertelfinale und zurück auf Platz 1 in der Oberliga-Tabelle. Das Problem dabei: Der März geht in einigen Stunden zu Ende. Wir sagen also „Tschüß“ du schöner Monat und hoffen, dass der April ähnlich erfolgreich wird.
Erfolgreich ist auch das Stichwort für das Spiel beim SVR. Unsere Mannschaft glänzte zwar nur selten, aber am Ende wurde auf routinierte Art und Weise der fünfte Sieg in Folge eingefahren. Das kann ja wohl kein Zufall mehr sein. Von der ersten Minute gingen die Männer von Lutz Göttling konzentriert zu Werke und drängten den Gegner meistens in die eigene Hälfte. Torgefahr versprühte dabei vor allem Benny Hoose, nach 13 Minuten prallte sein Schuss aber nur gegen die Latte. Weitere 13 Minuten später zielte er genauer, nach einer kurz ausgeführten Ecke bekam er den Ball zurück und zirkelte das Runde genau ins obere linke Eckige. Ob es nur so gewollt war oder es sich doch eher um eine verunglückte Flanke handelte bleibt Benny´s Geheimnis. Dieses Tor gab dem SCV noch mehr Sicherheit und immer wenn es schnell über die Flügel ging, drohte Gefahr für Rugenbergen. Vier Minuten vor der Pause war es Andreas Brück, der eine Flanke vor das Tor schlug. Nico Patschinski wurde beim Versuch, den Ball ins Tor zu befördern etwas unsanft behindert und Benny Hoose verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zur 2:0-Pausenführung.
Nach dem Seitenwechsel erwartete man erhöhte Offensiv-Bemühungen der Hausherren. Diese waren auch erkennbar, letztlich war es aber nie so zwingend, dass man sich ernsthafte Sorgen machen musste. Alles was auf das SCV-Tor zugeflogen kam, wurde sichere Beute von Christian Schau. Auf der anderen Seite hatte man sich wohl ein paar mehr Konterchancen erhofft, doch die ließen lange auf sich warten. Erst in der 78. Minute war es soweit. Dennis Sudbrak schickte Nico Patschinski auf die einsame Reise Richtung Tor, Nico spielte den Torwart aus und wollte uneigennützig zurück zu Dennis passen, wurde dann jedoch recht unsanft von den Beinen geholt. Wieder trat Benny vom Elfmeterpunkt an, doch dieses Mal hatte er wohl ein wenig Mitleid und gönnte dem Rugenbergen-Schlussmann eine Parade. Aber es langte auch so zu einem letztlich verdienten und ungefährdeten Auswärtssieg. So kann es gerne weiter gehen!
Bilder vom Spiel gibt es
HIER

SCV – Aufstellung:
Schau
Brück   Rabenhorst   Helmer   Lauer
Schumann   Stilz   Renfordt (81. Goldgraebe)Hoose
Cetinkaya (72. Sudbrak)   Patschinski (83. Bajramovic)
Tore:
0:1 Hoose 26. (Vorlage Rabenhorst)
0:2 Hoose 41. FE. (Patschinski)
gelb-rot:
Schmidt 78. (RUG)
von Bastian 88. (RUG)
Zuschauer:
117 zahlende
Der geht rein!
Der nicht!
06.04.2012, Oberliga Hamburg, 27. Spieltag:
SC Victoria – TSV Buchholz 08 0:1 (0:0)Es passte fast alles……an diesem zumeist sonnigen Karfreitag. Dennoch unterlag unsere Mannschaft vor überraschend guter Kulisse denkbar unglücklich. Viele Buchholzer hatten den Weg ins Stadion Hoheluft gefunden, auch rund 20 dänische Fußballfans unterstützten den SCV und den Bierstand lautstark. Also wollte unsere Mannschaft den vielen Fans einen weiteren Heimsieg bescheren und machte von Beginn das Spiel. Dennis Sudbrak scheiterte nach 2 Minuten am Buchholzer Schlußmann, Nico Patschinski verfehlte acht Minuten später das Tor knapp, weitere acht Minuten später fand Dennis Sudbrak erneut im Gästetorwart seinen Meister. Danach versuchte es Benny Hoose nach kurz ausgeführter Ecke wie schon in Rugenbergen mit einem Schlenzer in die lange Ecke, doch der Torwart machte sich noch länger. Ein weiteres mal verpasste Benny Hoose nach einem Querpass die Führung, ebenso wie Dennis S., dessen Schuß genau in den Armen des am meisten beschäftigten Buchholzers landete. Zu erwähnen, dass es sich hierbei um den Spieler mit der Rückennummer 1 handelte dürfte überflüssig sein…
Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die erste, der SCV am Drücker, Buchholz wartete ab und stand kompakt im und um den eigenen Strafraum. Nach 52 Minuten dann die erste Chance für die Gäste, als Markus Niefert mit einem Kofpball das SCV-Tor knapp verfehlte. Doch das war nur der Vorgeschmack auf das, was da unweigerlich kommen musste. Ein Ballverlust im Mittelfeld, und schon stand es ein paar schnelle Spielzüge später 0:1! Ziemlich glücklich, wie auch der Buchholzer Trainer später zugab, aber das hilft uns auch nicht weiter. Der SCV spielete nun alles oder nichts, doch das Buchholzer Bollwerk stand nun noch geballter im eigenen Sechzehner, so dass es immer schwerer wurde, Chancen heraus zu spielen. Auf Seiten des SCV hätte man allerdings auch gerne wenigstens einen Elfmeterpfiff registriert, doch der Unparteiische ließ stets großzügig alles weiterlaufen. So hatte Nico Patschinski in der 90. Minute die letzte Chance, doch er verpasste eine Hereingabe knapp und so hatte der SCV am Ende nichts zählbares in den Händen.Da konnte die Freude auf ein paar freie Tage und das gut gefüllte Stadion auch nicht trösten, denn so passte eben nur fast alles.Bilder vom Spiel gibt es
HIERAn dieser Stelle möchte sich der SCV bei allem Zuschauern entschuldigen, die auch lange nach Anpfiff noch in der Schlange vor den Kassen standen.
SCV – Aufstellung:
Schau

Schulz   Asante (70. Rabenhorst)   Bajramovic   Lauer

Schumann   Stilz   Renfordt (62. Cetinkaya)

Hoose

Sudbrak (77. Goldgraebe)   Patschinski

Tor:
0:1 Müller 68.

Zuschauer:

547
einfach kein Durchkommen heute…
09.04.2012, Oddset-Pokal, Viertelfinale:
FC Elmshorn – SC Victoria 2:4 (2:2)

Tanz auf der Rasierklinge

Die Schlange vor der Kasse war lang an der Elmshorner Wilhelmstraße, und wer als Victoria-Fan nach rund 10 gespielten Minuten immer noch nicht im Stadion war, wird sich womöglich überlegt haben, sich das Eintrittsgeld zu sparen und es lieber in einige Frustbiere zu investieren. Was war passiert? Die Elmshorner Offensiv-Maschinerie (88 Tore in 23 Landesliga-Spielen) hatte dem SCV zu Spielbeginn arg zugesetzt. Nach fünf Minuten bediente Toni Ude den frisch eingeflogenen Patrick Ziller und dieser überwand Christian Schau mit einem platzierten Schuß in die lange Ecke. Nur vier Zeigerumdrehungen später erneut Verwirrung vor dem SCV-Tor. Der Ball prallte schließlich von der Latte auf den Kopf von Timo Mäkelmann, der ihn nur noch über die Linie drücken musste. 0:2 nach neun Minuten, was war denn hier los?
Unsere Mannschaft wollte diesen Rückstand nun möglichst schnell egalisieren, doch zunächst musste Christian Schau das dritte Gegentor verhindern, als er gegen den erneut frei stehenden P. Ziller per Großtat rettete. Bei einem Kopfball an den Innenpfosten hatte er wenig später Glück, dass ihm der Ball genau in die Arme sprang. Doch dann sollte es genug sein mit der Elmshorner Herrlichkeit, der SCV besann sich auf seine Stärken und drängte die Gastgeber immer weiter in die eigene Hälfte zurück. So ergaben sich natürlich auch Chancen, doch die erste richtig gute Gelegenheit wurde noch vergeben. Nico Patschinksi wurde gefoult, doch Benny Hoose verschoss den fälligen Elfmeter. Das kennen wir doch noch aus Rugenbergen. Hat sich Benny wohl auch gedacht, und so zauberte er wenig später eine kurz ausgeführte Ecke genau in den Torwinkel! Kennen wir doch auch noch aus Rugenbergen. Nur zwei Minuten später wurde Nico Patschinski erneut frei gespielt und beförderte den Ball im zweiten Anlauf zum Ausgleich über die Linie, was auf Seiten des SCV zu größter Erleichterung anregte. Es hätte tatsächlich auch 4:0 für Gastgeber stehen könnnen, doch nun war man wieder im Spiel und die Elmshorner wirkten jetzt ein wenig angeschlagen. Bis zur Pause passierte nichts Wesentliches mehr und man konnte erstmal durchatmen.
Die zweite Halbzeit solte eigentlich etwas ruhiger als die erste angegangen werden, doch stattdessen legte nun unsere Mannschaft einen Blitzstart hin. Benny Hoose wurde los geschickt und behielt die Nerven. Er guckte sich den Torwart aus und vollendete gekonnt zur Führung. Nun hatte man endlich die komfortable Position, die man sich schon viel früher erhofft hatte. Der FCE musste angreifen, und der SCV konnte aus einer nun sehr sicher stehenden Abwehr kontern. Zwölf Minuten vor dem Ende wurde so ein Konter dann perfekt ins Ziel gefahren. Roger Stilz holte den Turbo raus, umspielte noch den Torwart und entschied das Spiel. Ein hartes Stück Arbeit war getan und der SCV hatte das Halbfinale erreicht. Bleibt zu hoffen, das kein Victoria-Fan aus der Schlange vorm Kassenhäuschen wieder umgedreht ist und dieses Irre Pokalspiel verpasst hat. Zwanzig starke Minuten der Gastgeber, gefolgt von 70 guten Minuten der Gäste, so macht das Spaß. Allerdings kostete es auch einiges an Nerven und seien wir ehrlich: Es hätte auch schief gehen können. Ging es aber nicht!
SCV – Aufstellung:
Schau
Brück   Asante   Helmer   Lauer
Schumann   Stilz   Rabenhorst (85. Schulz)
Hoose   Patschinski (89. Goldgraebe)   Sudbrak (59. Cetinkaya)
Tore:
1:0 Ziller 5.
2:0 Mäkelmann 9.
2:1 Hoose 27. (Vorlage Stilz)
2:2 Patschinski 29. (Rabenhorst)
2:3 Hoose 52. (Stilz)
2:4 Stilz 78. (Schumann)
Zuschauer:
519
Dancing in the Rain! 
15.04.2012, Oberliga Hamburg, 28. Spieltag:
Vorwärts/Wacker Billstedt – SC Victoria 1:3 (0 :1 )

Der Rabe flog am höchsten!

Der SCV ist nun bereits seit einem halben Jahr auf fremden Plätzen ungeschlagen. Die letzte Niederlage setzte es am 16. Oktober 2011 beim SC Condor. Der heutige Erfolg sollte allerdings unter der Rubrik „Pflichtsieg“ verbucht werden. Wenig spektakuläres sahen die Zuschauer am Öjendorfer Weg. Die Heimelf spulte ein eher lustloses Pensum ab, offenbar war die Hoffnung auf einen Sieg sehr gering. Der SCV tat daher auch nur das Nötigste. Aus einer sicheren Deckung heraus gab es aber immerhin einige gute Angriffe zu sehen. Nach neun Minuten scheiterte Benny Hoose am Pfosten, in Minute 41 tauchte Cem Cetinkaya frei vorm Billstedter Torwart auf doch er zielte knapp vorbei. Dazwischen gab es die SCV-Führung zu bewundern. Sergej Schulz hatte hart und präzise auf den Kopf von Marcus Rabenhorst geflankt und dessen wuchtiger Kopfball schlug unhaltbar ein.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig, der SCV hatte Ball und Gegner im Griff und kam nach 62 Minuten zum zweiten Treffer. Andreas Goldgraebe schickte Nico Patschinski auf der linken Seite steil. Eigentlich war diese Position eher für eine Flanke geeignet, doch mangels Abnehmern in der Mitte legte Nico den Ball per Bogenlanmpe in die lange Ecke. Sehr schön anzusehen! Sieben Minuten später konnten die Gastgeber praktisch aus dem Nichts auf 1:2 verkürzen, doch schon im Gegenzug stellte Marcus Rabenhorst mit seinem zweiten Kopfballtor nach Ecke von Benny Hoose den zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Herr Rabenhorst spielte heute übrigens auf der zentralen Position im Mittelfeld, da neben den verletzten Andreas Brück und Dennis Sudbrak auch Roger Stilz mit schwerer Erkältung ausfiel. Wurde da etwa eine neues Spielmachertalent entdeckt, das auch noch torgefährlich ist?  Die letzten 20 Minuten verwaltete unsere Mannschaft die Führung dann, schließlich steht am Dienstag bereits das schwere Nachholspiel in Meiendorf an. Einmal durfte man sich auch noch ärgern. Als drei Angreifer des SCV in aussichtsreicher Position auf das Tor zuliefen, pfiff der Unparteiische plötzlich Freistoß und ahndete damit ein Foul an Kim Helmer, was gefühlt schon Minuten zurück lag und mindestens 20 Meter weiter hinten geschah. „Vorteil“ wäre hier das Zauberwort gewesen. Aber auch so langte es für den Sieg und das Punktekonto hat nun endlich die 50 erreicht.
SCV – Aufstellung:

Schau
Schulz   Asante   Bajramovic   Goldgraebe
Schumann (70. Saleh)   Rabenhorst   Renfordt (64. Lauer)
Hoose (76. Helmer)Cetinkaya   Patschinski
Tore:
0:1 Rabenhorst 27. (Vorlage Schulz)
0:2 Patschinski 62. (Goldgraebe)
1:2 Urdin 69.
1:3 Rabenhorst 70. (Hoose)
Zuschauer:
143
Überflieger des Tages: Marcus Rabenhorst!
17.04.2012, Oberliga Hamburg, 20. Spieltag:
Meiendorfer SV – SC Victoria 0:2 (0:1)

Das Meiendorf-Trauma ist überwunden

Wer erinnert sich nicht noch gerne an den 12. November 1995? Der SCV siegte mit 3:2 beim Meiendorfer SV und stieg trotzdem am Ende der Saison gemeinsam mit dem MSV aus der Oberliga Hamburg/Schleswig Holstein ab! Es war tatsächlich der letzte Erfolg bei diesem Gegner, obwohl es seitdem genug Gelegenheiten gab, dieses zu ändern. Nun ist der Bann endlich gebrochen. Nur rund 50 Stunden nach dem Sieg bei Vorwärts/Wacker Billstedt konnte unsere Mannschaft drei weitere Punkte aus dem Hamburger Osten entführen. Wie schon am Sonntag tat sie das souverän und hochverdient. Durch zwei rote Karten im letzten Spiel waren die Meiendorfer in der Defensive in arger Personalnot. Das merkte man dem Spiel natürlich an, der SCV hatte über 90 Minuten wenig Probleme, das Spiel zu kontrollieren. Hinten stand die neu formierte Viererkette sicher, vorne wirbelte die Offensivabteilung, dass es eine reine Freude war zuzuschauen. Wenn es überhaupt einen Kritikpunkt gibt, dann ist es sicherlich die Chancenverwertung. Schon zur Halbzeit hätte das Spiel entschieden sein können. Doch lediglich Benny Hoose traf vor der Pause, als er schön frei gespielt wurde und vor dem Tor die Nerven behielt.
Nach dem Seitenwechsel ging es im gleichen Stil weiter. Der SCV agierte, Meiendorf konnte nur reagieren. So ließ das zweite Tor nicht lange auf sich warten. Cem Cetinkaya wurde auf rechts geschickt, seine präzise Flanke verwandelte Nico Patschinski sehenswert volley in die lange Ecke. So ein Tor schießt in dieser Liga wohl kein anderer! Es war aber nicht nur schön, es war auch bereits die Entscheidung. Erst nach 75 Minuten musste sich Torwart Christian Schau mal so richtig strecken, als er einen schönen Fernschuß über die Latte lenken konnte. Eine weitere Schrecksekunde galt es zu überstehen, als Cem Cetinkaya nach einem Zweikampf mit Schmerzen vom Feld musste. Nach dem Spiel gab „Ceti“ aber bereits Entwarnung. Einen schönen Nebeneffekt hatte die ganze Sache auch noch, denn so kam Benjamin Bambur zu seinem ersten Saisoneinsatz für den SCV. Ein rundum gelungener Abend also, der Blick auf die Tabelle macht auch wieder richtig Spaß und mit ein bisschen Hilfe aus Norderstedt ist am Wochenende sogar wieder die Tabellenführung drin.
SCV – Aufstellung:

Schau
Schulz Schumann Helmer Lauer
Renfordt (60.Saleh) Stilz Goldgraebe
Cetinkaya (78. Bambur) Hoose
Patschinski
Tore:
0:1 Hoose 15. (Vorlage Stilz)
0:2 Patschinski 52. (Cetinkaya)
Zuschauer:
246
21.04.2012, Oberliga Hamburg, 29. Spieltag:
SC Victoria – SC Condor 4:1 (1:0)

Doppelter Blitzstart

Auch im dritten Spiel innerhalb von sechs Tagen blieb unsere Mannschaft siegreich. Das 4:1 gegen den SC Condor war allerdings längst nicht so klar, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Die frühe Führung hätte eigentlich das Spiel unserer Mannschaft beruhigen sollen, doch die Gäste ließen sich nicht beirren und verlangten dem SCV zumindest in der ersten Hälfte alles ab. Nach 28 MInuten musste Christian Schau einen Kopfball von Carlos Flores aus dem Torwinkel kratzen, zehn Minuten später war es Nils Roschlaub, der Christian mit einem weiteren Kopfball zu einer Glanztat zwang. Unsere Mannschaft tat sich hingegen schwer, weitere gute Chancen zu erarbeiten, die beste vergab Benny Hoose in Minute 36, als er nach Vorarbeit von Nico Patschinski über das Tor zielte. Ansonsten fehlte es im ersten Abschnitt noch an der ganz großen Dramatik, die sollte aber in der zweiten Spielhälfte folgen.
Wer auch nur wenige Minuten zu spät von der Toilette, aus dem Clubheim oder vom Wurststand kam verpasste nämlich Entscheidendes. Keine 60 Sekunden waren nach dem Wiederanpfiff vergangen, da schickte Benny Hoose Nico Patschinski auf die Reise. Nico lief mit der gegnerischen Hintermannschaft inklusive Torwart eine Runde Riesenslalom und schob schließlich zum 2:0 ein. 100 Sekunden später: Pass von Dennis Sudbrak auf Benny Hoose, der schiebt vorbei am Torwart zum 3:0 ein. Tendenz: Abseits. Aber das Tor zählte und die Proteste des Gegners verhallten ungehört. Es kam sogar noch schlimmer für den SC Condor. Nach 55 Minuten schoß Dennis Sudbrak dem auf der Torlinie stehenden Alexander Krohn den Ball aus rund 5 Metern an die Hand statt ins Tor. An der Außenlinie ging darauf die Fahne hoch und es gab Elfmeter für den SCV sowie einen Platzverweis. Sicherlich eine sehr harte Entscheidung. Den Strafstoß von Sergej Schulz konnte Condor-Keeper Kleinschmidt aber abwehren. Das Spiel war nach dieser turbulenten Startphase allerdings trotzdem schon entschieden. Unsere Mannschaft spielte das Spiel in Überzahl und mit der klaren Führung im Rücken nun souverän zu Ende. Die Gäste kamen zwar noch zum Ehrentreffer doch Nico Patschinski hatte einen letzten Höhepunkt parat. Nach langem Ball aus der eigenen Abwehr bekam er im Mittelfeld in Ballbesitz. Eigentlich keine wirkliche Torchance, doch da der Torwart recht weit vor seinem Kasten stand hob Nico den Ball aus rund 40 Metern über ihn zum vierten SCV-Tor in die Maschen. Das war eindeutig „Tor des Monats“ – verdächtig. Damit stand der Sieg endgültig fest, sicherlich etwas zu hoch, aber auch ein Ausdruck des positiven Laufs, den unsere Mannschaft zur Zeit hat. Es gehen nun auch mal Bälle ins Tor, die in der Hinrunde nicht rein gingen. So kann es gerne weiter gehen.Bilder vom Spiel gibt es
HIER
SCV – Aufstellung:
Schau
Schulz (79. Saleh) Bajramovic Helmer Lauer
Brück Stilz Schumann
Hoose

Sudbrak (79. Bambur) Patschinski (71. Goldgraebe)


Tore:

1:0 Sudbrak 6. (Vorlage Hoose)
2:0 Patschinski 46. (Hoose)
3:0 Hoose 48. (Sudbrak)
3:1 Flores 66.
4:1 Patschinski 71. (Bajramovic)
Rot:
Krohn (SCC) 55.
Zuschauer:
159
27.04.2012, Oberliga Hamburg, 30. Spieltag:
SC Vier- und Marschlande – SC Victoria 1:5 (1:1)

Der SCV-Express rollt weiterEine ausgeglichene erste und eine ziemlich einseitige zweite Halbzeit sahen die Zuschauer an diesem Freitag in den schönen Vier- und Marschlanden im Hamburger Süd-Osten. Die frühe Führung durch Benny Hoose gab unserer Mannschaft allerdings zunächst nicht die nötige Sicherheit. Nico Patschinski hatte den Ball von halbrechts in den Strafraum gespielt, wo Benny mit einem platzierten Flachschuß in die lange Ecke zur Führung trat. Doch die Gastgeber konnten schnell ausgleichen, dannach ging es eine halbe Stunde lang hin und her, ohne dass sich dabei größere Torchancen ergaben. Unsere Mannschaft versuchte die erneute Führung zu erzielen, doch gegen die dichte Abwehrreihe gab es kein weiteres Durchkommen.
Das änderte sich nach dem Seitenwechsel schlagartig. Dennis Sudbrak spielte Benny frei, der legte sich den Ball am Torwart vorbei und fiel dann über dessen ausgestreckten Arm. Nico Patschinski verwandelte den fälligen Elfmeter zu erneuten Führung. Diese gab die Mannschaft nun auch nicht wieder her. Erneut war es Patsche, der auf 3:1 erhöhte. Diese Tor war gleichzeitig die Entscheidung, denn beim Gegner ging nun nicht mehr viel. Lediglich ein Lattentreffer von Ömer Güven (69.) sorgte nochmal für eine Schrecksekunde, ansonsten spielte jetzt nur noch der SCV. Dabei konnte sich unsere Mannsachaft nun einige Male sehr ansehnlich durch die Vier- und Marschlande kombinieren. Konditionell und auch spielerisch zeigte sich nun ein deutlicher Leistungsunterschied, der sich auch in zwei weiteren Toren ausdrückte. Andreas Brück köpfte eine präzise Flanke von Benny über die Linie, wenig später verwertete Cem Cetinkaya ein genaues Zuspiel von Dennis Sudbrak. So stand am Ende ein recht glatter Sieg, der aufgrund der wirklich sehr starken zweiten Halbzeit auch absolut in Ordung geht. Am Dienstag muss so eine Leistung dann aber über 90 Minuten her, wenn es im Pokal-Halbfinale gegen Eintracht Norderstedt geht.
SCV-Aufstellung:
Schau
Brück Asante Helmer Lauer
Schumann (66. Goldgraebe) Rabenhorst Renfordt (46. Sudbrak)Hoose

Cetinkaya Patschinski (73. Schulz)

Tore:
0:1 Hoose 6. (Vorlage Patschinski)
1:1 von Hacht 11.
1:2 Patschinski 53. (Elfmeter, Foul an Hoose)
1:3 Patschinski 64. (Rabenhorst)
1:4 Brück 77. (Hoose)
1:5 Cetinkaya 79. (Sudbrak)
Zuschauer:
185
01.05.2012, Oddeset-Pokal, Halbfinale:
SC Victoria – Eintracht Norderstedt 2:1 (1:1)

Knapp aber hochverdient

90 spannende Minuten lieferten sich die Mannschaften vom SC Victoria und Eintracht Norderstedt vor toller Kulisse ein packendes Duell um den Einzug ins Pokalfinale am Pfingstmontag. SCV-Trainer Lutz Göttling sprach später von „Werbung für die Oberliga Hamburg“, und damit hatte er vollkommen recht. Der SCV dominierte das Spiel über weite Strecken, doch die Gäste kamen ihrerseits auch immer wieder gefährlich vor das SCV-Tor. Die erste Chance des Spiel und gleichzeitig die Führung konnte aber der SCV verbuchen. Ein Angriff war eigentlich schon abgewehrt, doch die Norderstedter Deckung verschenkte den Ball wieder und Benny Hoose nahm das Geschenk gern an. Die Antwort kam aber schnell. Zunächst verzog Steven Lindener von der Strafraumgrenze knapp, doch wenig später fand ein Eckball den Kopf von Mario Jurkschat, der zum Ausgleich traf. Der SCV wollte die Führung nun aber wieder zurück erobern. Benny Hoose stürmte von rechts in den Strafraum, doch sein Pass auf Jan Lauer kam zu ungenau. Andreas Goldgraebe versuchte es mit einem Rechtsschuß, den Torwart Kindler hielt, dann verfehlte Marcus Rabenhorst das Tor knapp. Nach 38 Minuten durfte endlich wieder gejubelt werden, aber leider nur zwei Sekunden. Nico Patschinski stand bei seinem Nachschuß, Kindler hatte einen Hoose-Schuß abgewehrt, im Abseits, so dass es statt der Führung fast den Rückstand gegeben hätte. Doch ein Schuß vom Norderstedter Torschützen wurde in letzter Sekunde abgebloggt. Aus Norderstedter Sicht geschah dieses mit der Hand, aber der Schiedsrichter war anderer Meinung. Auch die letzte Szene vor der Pause war sehenswert. Freistoß für den SCV in bester Benny Hoose-Position, doch stattdessen lupfte Sergej Schulz den Ball leicht an, Nico Patschinski spielte ihn volley in die Spitze doch Dennis Sudbrak konnte mit dieser guten Gelegenheit nichts anfangen.Doch nach dem Seitenwechsel sah man Dennis dann wieder mit einer starken Aktion. Roger Stilz hatte ihn die Linie lang geschickt, und seine präzise Vorlage fand in der Mitte den Fuß von Nico, der den SCV erneut in Führung schoss. Nur eine Minute später traf Nico erneut nach einem abgewehrten Ball von der Strafraumgrenze, doch auch dieser Treffer fand keine Anerkennung. Der Torwart war wohl vorher gefoult worden. Doch der SCV wollte den Sack nun schließen. Jan Lauer lief nach einem Konter alleine über die linke Seite durch, doch er verfehlte das Tor. Noch in der gleichen Minute traf Dennis Sudbrak per Fallrückzieher nur das Außennetz. Auf der Gegenseite verpasste der eingewechselte Ivan Sa Borges das Tor, auch Felix Schuhmann scheiterte mit einem Kopfball sehr knapp. Andreas Goldgraebe hätte kurz vor dem Ende für die vorzeitige Erlösung sorgen können, doch sein Lupfer über den Torwart wurde noch von der Torlinie gekratzt. So ging das Zittern bis zum Schlußpfiff weiter. In der dritten Nachspielminute kam Dane Kummerfeld von der Strafraumgrenze zum Schuß, doch dieser strich am Außenpfosten vorbei. Die Erleichterung beim SCV mischte sich Sekunden später mit grenzenlosem Jubel über den Schlußpfiff. Nach 93 umkämpten Minuten hieß es dann „Fiinaale, oho“, und die Blicke richten sich ab sofort zum Pfingstmontag (28. Mai), wo das Finale gegen Germania Schnelsen ansteht. Bis es soweit ist darf aber der heutige Sieg noch ein wenig gefeiert werden, denn er war zwar denkbar knapp aber ebenso verdient.
SCV – Aufstellung:
Schau
Schulz Rabenhorst Helmer Lauer
Brück Stilz Goldgraebe (90. Renfordt)Hoose Sudbrak

Patschinski (88. Cetinkaya)

Tore:
1:0 Hoose 8.
1:1 Jurkschat 14.
2:1 Patschinski 57. (Vorlage Sudbrak)
Zuschauer:
937
Urlaub einreichen für den 29. Mai!
04.05.2012, Oberliga Hamburg, 31. Spieltag:
SC Victoria – Niendorfer TSV 4:2 (0:0)

4 Stürmer, 4 Tore

Am Dienstag musste unsere Mannschaft im Pokal gegen Norderstedt bereits 90 Minuten Vollgas geben, heute war ebenfalls höchste Konzentration über die volle Distanz gefordert, um am Ende die nächsten drei Punkte zu verbuchen. Die erste große Chance des Spiels hatten die Gäste, doch Francis Adomah köpfte aus kurzer Distanz Christian Schau gegen den Körper statt ins Tor. Auf der Gegenseite hatte Benny Hoose eine gute Möglichkeit zur Führung, doch Torwart Tholen machte die kurze Ecke rechtzeitig dicht. Dann nahm Tim Renfordt einen abgewehrten Ball aus über 20 Metern direkt und scheiterte erneut an Tholen, der den Ball gerade noch an den Pfosten lenkte. Tragischer Held der ersten Halbzeit war Cem Cetinkaya, der gleich zwei Tore erzielte, leider war es beide Male abseits. So konnte unsere Stadionsprecher Peter „Power“ seine Stimme in der ersten Halbzeit schonen, und das war gut so.
Die zweiten 45 Minuten waren nämlich reich an Höhepunkten. Zunächst hatte unser ehemaliger SCVer Jan Geist eine gute Gelegenheit, doch die Tore fielen auf der anderen Seite. Nico Patschinski war frei durch, doch entgegen seiner sonstigen Gewohnheit scheiterte er am Gästetorwart. Den Abpraller konnte Cem aber in den Winkel befördert. Nur drei Minuten später spielte Patsche Benny Hoose frei, der überlegt zum 2:0 traf. Nun entsprach das Ergebnis also endlich auch dem Spielverlauf, doch es blieb spannend, denn Niendorf konnte wenig später verkürzen. Es ging nun hin und her, doch der SCV blieb zwingender. Nico Patschinski kam im Strafraum zu Fall und verwandelte den fälligen Elfmeter höchstpersönlich zum 3:1. Während sich der Torwrt in die Ecke warf chipte Nico den Ball ganz locker genau in die Tormitte. Sicherlich ganz interessant für die Herren Messi, Ronaldo oder Kaka…
Niendorf gab sich nach wie vor nicht geschlagen und kam erneut zum Anschlusstreffer. Doch beim SCV trafen heute alle Stürmer, auch der eingewechselte Benjamin Bambur erzielte seinen ersten Treffer für den SCV, dieser Treffer war dann auch endlich die Entscheidung. Drei weitere Punkte auf der Zielgerade eingefahren, jetzt gilt es, auch die letzten drei Punktspiele erfolgreich zu gestalten. Und dann ist da ja noch das Pokalfinale am Pfingstmontag…
SCV – Aufstellung:

Schau
Renfordt (61. Helmer)   Bajramovic   Asante   Lauer
Rabenhorst   Stilz   Goldgraebe (59. Bambur)
Hoose
Cetinkaya (75. Saleh)   Patschinski
Tore:
1:0 Cetinkaya 53. (Vorlage Patschinski)
2:0 Hoose 56. (Patschinski)
2:1 Schumacher 63.
3:1 Patschinski 70. Foulelfmeter
3:2 Heysen 79.
4:2 Bambur 80. (Hoose)
Zuschauer:
274

11.05.2012, Oberliga Hamburg, 32. Spieltag:
SC Victoria – TSV Sasel 6:0 (2:0)

Abschiedsspiel

Gleich dreimal hieß es an diesem Tag Abschied nehmen. Am Nachmittag hatte der SCV vom norddeutschen Fußballverband die Zulassung für die Regionalliga erhalten, ohne Auflagen. Damit ist der Abschied aus der Oberliga nun also Gewissheit. Der zweite Abschied war leider ein sehr trauriger. SCV-Fan und Mitglied Thomas F., aus vielen Internet-Foren auch als „Liekedeeler“ bekannt, verstarb zu Beginn der Woche nach kurzer aber leider schwerer Krankheit unerwartet im Alter von gerade mal 52 Jahren. Ihm zu Ehren wurde vor Spielbeginn eine Schweigeminute abgehalten, außerdem spielte unsere Mannschaft mit Trauerflor.
Der dritte Abschied des Tages war der bereits feststehende Abstieg des heutigen Gegners aus der Oberliga. Zehn bislang erreichte Punkte sind für diese Liga zu wenig und entsprechend dieser Tatsache verlief das Spiel dann auch höchst einseitig. Nico Patschinski hätte den Torreigen eröffnen können, doch sein Kopfball ging knapp vorbei. Eine Minute später traf dann aber Benny Hoose zur Führung. Das war gut so, denn sein Torsong „Gute Freunde kann niemand trennen“ vom Kaiser Franz passte gut zum Gedenken an den Liekedeeler. Obwohl man zur Halbzeit vom permanenten „nach links schauen“ fast einen steifen Hals bekam, hatte der Trainer einen ganz anderen Hals, nämlich eine dicken. Trotz des zweiten Treffers von Kim Helmer war Lutz Göttling mit dem bisher gebotenen nicht zufrieden und forderte in der Pause noch mehr Konzentration im Torabschluss ein. Die Mannschaft setzte das nach dem Seitenwechsel gut um und kam nach einer Stunde zu einem Dreierpack innerhalb von vier Minuten. Das Ergebnis hätte am Ende locker zweistellig ausfallen können, doch Nico Patschinski scheiterte noch am Pfosten und Latte, die Andys Goldgraebe und Brück scheiterten am ausgezeichneten 40jährigen Saseler Torwart Holger Sander und dieser hielt in der letzten Minute sogar noch einen Elfmeter von Benny Hoose. So blieb Nico das letzte Tor des Tages vorbehalten und es erklang doch noch einmal Heinz Erhardt´s „Wenn ich einmal traurig bin, trink ich einen Korn“ aus den Lautsprechern. Trotz des Sieges waren wir das an diesem Abend auch alle ein wenig und so kommt dieser Bericht eben auch mit etwas Verspätung. Korn war allerdings nicht im Spiel…

SCV – Aufstellung:

Schau

Brück   Bajramovic   Helmer   Saleh

Rabenhorst (64. Schulz)   Stilz (70. Bambur)   Goldgraebe (55. Vierig)

Hoose

Sudbrak   Patschinski

Tore:
1:0 Hoose 8. (Vorlage Brück)
2:0 Helmer 38. (Hoose)
3:0 Hoose 60. (Brück)
4:0 Stilz 62. (Vierig)
5:0 Vierig 64. (Hoose)
6:0 Patschinski 82. (Schulz)

Zuschauer:
153 (einer fehlte uns!)

18.05.2012, Oberliga Hamburg, 33. Spieltag:
VfL Pinneberg – SC Victoria 1:2 (0:0)

Der vorletzte Schritt zum Titel?

Die gesamte erste Halbzeit sowie in den letzten fünf Spielminuten musste der SCV um diesen Sieg bangen. Die Gastgeber hatten bis zur Pause mehr Spielanteile und hätten eigentlich mit einer Führung in die Kabine gehen müssen. Nach 19 Minuten zwang Gianluca D´agata Christian Schau mit einem Schuß aus 15 Metern zu einer ersten Großtat. Den nach vorne abgewehrten Ball hätte Thorben Reibe im Nachschuß eigentlich verwandeln müssen, doch er schoß über das Tor. Im Gegenzug wurde Benny Hoose von Dennis Sudbrak freigespielt, doch auch er zielte zu ungenau und vergab damit die einzige gute Torchance des SCV im ersten Spielabschnitt. Große Aufregung dann in der 26. Minute. Thorben Reibe hatte sich im Strafraum gegen Jonah Asante durchgesetzt. Die sich nun bietende gute Chance machte Jonah zunichte, indem er seinen Gegenspieler zu Boden zog. Der Elfmeterpfiff war unvermeidbar, die gelbe Karte hingegen war ein sehr mildes Urteil. Das der Gefoulte nicht selber zum Strafstoß antreten soll war Herrn Reibe scheinbar egal, sein Schuß wurde von Christian Schau aus der linken Ecke gefischt und so blieb es torlos. Da hatte Christian offenbar einen guten Tipp bekommen…
Nach dem Seitenwechsel sah man dann ein völlig anderes Bild. Der SCV nun permanent im Vorwärtsgang. Über die Außenverteidiger kamen viele gute Flanken vor das Tor, doch zur Führung bedurfte es eines erneuten Elfmeters. Benny Hoose war seinem Gegenspieler entwischt und dieser wusste sich nur durch ein Foul zu helfen. Da der Gefoulte nicht selber zum Strafstoß antreten sollte übernahm Nico Patschinski die Verantwortung. Torwart Steen warf sich in die gleich Ecke wie zuvor Christian Schau, doch Nico chipte den Ball ganz locker mit rund 8 km/h in die Mitte des Tores. Diese Führung wurde nur sechs Minuten später von Kim Helmer ausgebaut. Nach einer Ecke bediente Dennis Sudbrak den Torschützen, vom Innenpfosten prallte der Ball zur vermeintlichen Entscheidung über die Linie. Pinneberg gab sich aber noch nicht auf, in Minute 85 kam Thorben Reibe doch noch zu seinem 21. Saisontreffer und machte das Spiel nochmal spannend. Doch der SCV brachte die knappe Führung über die Ziellinie und blickt am Samstag Nachmittag gespannt in Richtung Curslack/Neuengamme. Sollte der Zweite der Tabelle sein Heimspiel gegen Niendorf nicht gewinnen wäre der SCV bereits vorzeitig Meister. Ansonsten kommt es am nächsten Freitag zum Endspiel um die Meisterschaft in der Oberliga Hamburg. Nach dem torlosen Hinspiel gegen Pinneberg am 16. Spieltag hätte man damit sicherlich nicht unbedingt rechnen können, denn da stand unsere Mannschaft mit neun Punkte Rückstand zur Tabellenspitze auf Platz neun!
SCV – Aufstellung:
Schau
Helmer   Asante (37. Vierig)   Rabenhorst   Lauer
Schumann   Stilz (82. Renfordt)   Goldgraebe
Hoose
Sudbrak   Patschinski (76. Cetinkaya)
Tore:
0:1 Patschinski 67. (Elfmeter, Foul an Hoose)
0:2 Helmer 73. (Vorlage Sudbrak)
1:2 Reibe 85.
Zuschauer:
220
25.05.2012, Oberliga Hamburg, 34. Spieltag:
SC Victoria Hamburg – SV Curslack/Neuengamme 4:2 (2:0)

Tschüß Jonah! Tschüß Jasko!
Tschüß Dennis!

Das letzte Heimspiel einer Saison steht beim SC Victoria oft im Zeichen einer Meisterfeier. Doch das letzte Heimspiel einer Saison bedeutet auch immer, dass es heißt, Abschied zu nehmen. Abschied von Spielern, die den Verein zum Ende der Saison verlassen. Eigentlich ist das ein ganz normaler Vorgang, denn es ist nicht ungewöhnlich, dass Spieler kommen und gehen. Doch dieser Abend war anders. Als Sportchef Ronald vor dem Anpfiff mit einer sehr emotionalen Rede unsere Spieler Dennis Wolf, Jonah Asante und Jasmin Bajramovic verabschiedete, rollte wohl nicht nur unter den anwesenden Zuschauern die eine oder andere Träne.
Dennis Wolf kam im Jahre 2008 als 18 jähriges Torwart-Talent vom Tus Osdorf zum SCV. Seine erste Amsthandlung war die Einrichtung dieser Homepage, die sich mittlerweile großer Beliebtheit erfreut, wie über 200.000 Zugriffe zeigen. Sportlich kam er in seiner ersten Saison nicht an Florian Ludewig vorbei und brachte es auf lediglich fünf Einsätze. Die zweite Saison beim SCV war dann seine beste, 28 Liga-Einsätze und der Gewinn der Meisterschaft sind die stolze Bilanz. Die weiteren zwei Spielzeiten teilte sich Dennis das Tor dann mit Florian bzw. Christian Schau, so dass er insgesamt auf 60 Oberliga-Spiele beim SCV kommt. Dabei sprangen immerhin die Meisterschaften in den Jahren 2009, 2010 und 2012 sowie der Gewinn des Pokals 2010 heraus.
Dennis wird in der neuen Saison das Tor des Niendorfer TSV hüten, wobei ihm ganz Victoria nur das Beste wünscht.
Im Jahr 2004 wechselte Jonah Asante von Altona 93 zum SC Victoria an die Hoheluft. Zwei Jahre später folgte ihm Jasmin Bajramovic. Gemeinsam bildeten sie seitdem eines der besten Innenverteidiger-Paare, dass der Hamburger Amateurfußball jemals gesehen hat. Vier Meisterschaften und zwei Pokalsiege sind zu einem großen Anteil ihr Werk. Der legendäre 1:0 Sieg im DFB-Pokal bleibt ebenfalls unvergessen, denn zusammen mit Florian Ludewig und allen anderen Defensiv-Spielern sorgten sie dafür, dass am Ende die Null stand und sich später ein gewisser Herr Rahn als großer Held feiern lassen durfte…
Die sportliche Zukunft von Jonah und Jasko ist noch offen, dass es irgendwie beim SC Victoria weitergeht ist nicht ausgeschlossen. Wir würden uns jedenfalls freuen, die beiden auch in Zukunft öfter mal an der Hoheluft zu sehen, was natürlich ebenso für Dennis gilt. Eine lebenslange SCV-Dauerkarte haben die Drei jedenfalls bekommen.Und dann war da ja auch noch ein Fußballspiel. Wenn der Erste gegn den Zweiten spielt ist normalerweise Brisanz garantiert. Wenn der Abstand aber bereits vier Punkte beträgt und es das letzte Spiel der Saison ist, steht der Meister eben schon vor dem Anpfiff fest. Dennoch war es kein müder Sommerkick, denn die Tabelle lügt eben nicht und so zeigten beide Mannschaften ein ansehnliches Spiel. Die frühe SCV-Führung beantwortete Curslack mit viel Offensive, doch ein Tor wollte nicht gelingen. Stattdessen erzielte Sergej Schulz kurz vor der Pause das 2:0. Auch der zweite Abschnitt war schön anzusehen, es ging weiter hin und her und Nassim Saleh erzielte mit einem sehenswerten Distanzschuß das dritte Tor. Die Hoffnung, das Dennis, Jonah und Jasko in ihrem letzten gemeinsamen Punktspiel an der Hoheluft noch einmal ein „zu Null“ hinlegen könnten, wurde von C/N-Stürmer Veselinovic zerstört, der in der Schlußphase noch zweimal traf. Den Schlußpunkt setze dann Jan Vierig per Kopfballtor. Solche Tore von ihm werden wir künftig wohl noch öfter sehen, denn unter der Woche verlängerte Jan seinen Vertrag beim SCV um zwei weitere Jahre. Und damit sind wir wieder beim Anfang – Spieler kommen, Spieler gehen und Spieler bleiben.
Die abendlichen Meisterfeierlichkeiten hielten sich dann auch in Grenzen, denn zum einen steht am Samstag um 10 Uhr bereits wieder Training auf dem Programm, und auch der Abschied von Dennis, Jonah und Jasko drückte die Stimmung doch irgendwie ein wenig.
Doch am Montag Abend wollen wir alle zusammen noch einmal richtig feiern…
SCV – Aufstellung:
Wolf
Brück   Bajramovic   Asante   Saleh
Renfordt (46. Rabenhorst)   Trimborn   Schulz (63. Lauer)
D `Urso   Cetinkaya (46. Vierig)

Bambur

Tore:
1:0 Bambur 9. (Vorlage Brück)
2:0 Schulz 43. (Renfordt)
3:0 Saleh 60. (Trimborn)
3:1 Veselinovic 75.
3:2 Veselinovic 89.
4:2 Vierig 90. (Trimborn)
Zuschauer:
248
Da rollte auch die eine oder andere Träne…
28.05.2012, Oddset-Pokal-Finale:
SC Victoria – TuS Germania Schnelsen 2:1 (0:1)

Ein Finale wie eine ganze Saison

Als Schiedsrichter Andreas Bandt um 17.49 Uhr nach exakt 92 Minuten und 13 Sekunden das Oddset-Pokal-Finale abpfiff, war der SC Victoria am Ziel angekommen. Es war das Ende einer langen Saison, die nicht immer optimal verlaufen war, doch am Ende stehen zwei Titel. Dabei war der Spielverlauf dieses Finales ein Abbild der soeben abgelaufenen Saison. Es begann furios mit vier Siegen in den ersten fünf Spielen. Im Finale hätte Cem Cetinkaya mit zwei Chancen gleich zu Spielbeginn die Weichen frühzeitig in Richtung Sieg stellen können.
Die Saison verlief nach der Tabellenführung an Spieltag fünf plötzlich recht schief, es folgten drei Niederlagen am Stück und bis zur Winterpause gab es nur noch zwei Siege, trotz oft ansprechender Leistung. Bis zur Halbzeit des Pokalfinales lief es ebenfalls nicht mehr so rund. Jürgen Tunjic stand plötzlich ziemlich frei vor Christian Schau und traf aus spitzem Winkel zur Führung für Germania. Wenig später lag sogar das zweite Tor in der Luft, doch der SCV konnte sich mit dem 0:1 in die Kabine retten. Dann war Halbzeit. Oder Mallorca. In der Pause stellte Trainer Lutz Göttling taktisch ein wenig um, damit das Spiel des SCV noch offensiver werden konnte. Auf Mallorca konnte die Truppe im Januar bei optimalen Bedingungen ungestört und intensiv arbeiten. Zehn Trainingseinheiten und viele teambildende Abende brachten die Mannschaft noch dichter zusammen und es ertwickelte sich der viel zitierte Geist von Mallorca.
Dieser ließ den SCV eine nahezu perfekte Rückrunde spielen, und auch die zweite Halbzeit im Finale verlief völlig anders. Unsere Mannschaft spielte nun druckvoller und kam nach einer Stunde zum Ausgleich. Eine schnelle Kombination brachte schließlich Nico Patschinski in beste Schußposition. Doch Nico machte lieber noch einen Haken um seinen Gegenspieler, um den Ball dann in den Winkel zu befördern. Wer es kann…
Im Gegenzug versuchte Schnelsens Björn Nadler ein ähnliches Kunststück, doch der Arm von Christian Schau wurde für einen Moment mindestens  zwei Meter lang und so kratzte er den Ball noch über die Latte. Danach holte unsere Mannschaft zum KO-Schlag aus. Nach Doppelpass mit Benny Hoose war Roger Stilz fei vorm Tor, doch er sah den noch besser stehenden Nico Patschinski, der es dieses Mal direkt und mit viel Übersicht machte. Die letzten 20 Minuten sah man sich nun nochmal Schnelsener Angriffen ausgesetzt, doch die größte Torchance hatte der SCV in Person von Jan Vierig. Doch er scheiterte ebenso am Germanen-Keeper wie dessen Vorderleute an sich selbst oder Christian Schau, und so endete dieses dramatische Spiel vor toller Kulisse mit 2:1 für den SC Victoria. Wie in der abgelaufenen Saison holte der SCV einen Rückstand auf und darf sich nun verdientermaßen Doublesieger nennen. Dieser Triumph wurde zunächst auf dem schönen Rasen und später im Restaurant Al Volo bei lecker Pizza und Pasta ausgiebig gefeiert. Bleibt nur zu hoffen, dass die Jungs sich heute alle frei genommen haben…Ein Video von Elbkick-TV gibt es
HIER
SCV – Aufstellung:

Schau
Brück   Rabenhorst   Helmer   Lauer
Goldgraebe   Stilz   Schulz (54. Vierig)
Cetinkaya   Hoose (87. Trimborn)
Patschinski
Tore:
0:1 J. Tunjic 18.
1:1 Patschinski 60. (Vorlage Hoose)
2:1 Patschinski 69. (Stilz)
Zuschauer:
4443
Foto-Impressionen der Double-Sieger, Kommentar überflüssig…