Am Montag den 01. Juli 2019 fand im NH Hotel an der Horner Rennbahn die Auslosung der ersten Runde des Hamburger Pokals statt, den man in der Vergangenheit unter dem Namen „ODDSET-Pokal“ kannte. Ab dieser Saison 2019/20 geht es nun aber um den „Lotto-Pokal“. Dabei hat sich lediglich der Name des Cups geändert, dessen erste Runde nun vom Hamburger Fußballverband und der BILD als Medienpartner gezogen wurde. Auch die genaue Ansetzung steht bereits fest.

Neues Jahr – neues Glück. Insgesamt treten auch in dieser Saison wieder 192 Mannschaften an, um davon träumen zu können, am Ende der neue Hamburger Pokalsieger und somit DFB-Pokal-Teilnehmer zu sein. Für eines dieser Teams erfüllt sich der Traum auf jeden Fall. Am schönsten wäre es natürlich, aus unserer Sicht, wenn sich unsere Ligamannschaft „den Pott“ holt.

Dafür muss am Sonntag den 21. Juli um 15 Uhr aber die erste Hürde genommen werden. Denn dann, das wissen wir ja nun, sind wir beim Neu-Bezirksligisten (Staffel West) Rasensport Uetersen zu Gast und kämpfen um den Einzug in die zweite Runde. Das dies nicht mal eben im Vorbeigehen passieren kann, weiß man nicht nur an der Hoheluft, was das Raunen, das durch die bei der Ziehung anwesenden Zuschauer ging, in den Räumlichkeiten des NH Hotels verriet. Die Meisten wissen, dass „Raspo“ kein „normaler“ Unterklassiger Verein ist. Schon mit der Neugründung vor ein paar Jahren, wurde die Mannschaft ganz bewusst so zusammengestellt, dass der Gang von ganz unten bis nach oben angegangen werden kann. Das ist jedenfalls das, was man sich in Hamburger Amateurfußballkreisen erzählt, was aber auch ganz offensichtlich ist, wenn man sieht, mit welchen ehemaligen Ober- und Landesligaspielern die Mannschaft jede untere Liga auseinander nimmt. Denn nach dem Start im Sommer 2016 wurde das Team von Trainer Peter Ehlers Meister der Kreisklasse B und im Jahr danach Meister der Kreisklasse 5. Dabei sprechen auch die Torverhältnisse mit 147:4 und 154:4 eine deutliche Sprache, was im gerade erst abgelaufenen Spieljahr ebenfalls fortgeführt wurde: Denn auch in der Kreisliga 7 holten sich die Rosenstädter im Mai die Meisterschaft und erreichten am Ende ein Torverhältnis von 176:18. Wie es nun in der Bezirksliga West weitergehen wird, ist für viele „Experten“ bereits klar….

All dieses Hintergrundwissen über die Truppe von Rasensport Uetersen veranlasst unsere Männer jetzt aber nicht, in Schockstarre zu verfallen. „Respekt“ ist dabei das Zauberwort. Der wird den Gastgebern auf jeden Fall entgegengebracht. Eben genauso wie sie es umgekehrt auch tun sollten. Denn unser Team wird voll auf die Partie eingestellt sein. Trifft ein Oberligist auf einen Bezirksligisten, ist klar, wer automatisch die Favoritenrolle zugesprochen bekommt. Und genau dieser Rolle wollen unsere Männer selbstverständlich gerecht werden. Wir fahren nach Uetersen, um einen schönen Tag zu erleben und am Ende als Sieger nach Hause zu kommen. Es wird ganz bestimmt ein unterhaltsames und auch spannendes Spiel.


AUTOR/FOTO: Mathias Reß