Timo Stegmann (hi.) im Duell mit Torschützen Damian Ilic. Foto: Olaf Both

„Am Ende war es für alle Beteiligten ein aufregendes Spiel mit einem unbefriedigenden Endergebnis für uns.“ So umschrieb Cheftrainer Marius Ebbers in der anschließenden Pressekonferenz, nach dem Auswärtsspiel bei Concordia, die gerade erst zu Ende gegangene Partie. Nach einer von beiden Seiten sehr offensiv ausgerichteten ersten Halbzeit, in der wir kurz vor der Pause durch einen Doppelschlag plötzlich mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine gingen, folgte der zweite Durchgang, in dem es noch mal sehr spannend wurde, was nicht nur an einem Platzverweis für die Hausherren lag.

Da ist der Ball im Netz und Cordi in Führung. Foto: Olaf Both

Für den neutralen Zuschauer war es sicherlich ein gutes Spiel. Denn auch wenn es in den ersten 45 Minuten zu nicht wirklich zahlreichen Torabschlüssen kam, merkte man von Beginn an, dass beide Teams voll auf Sieg eingestellt waren, was sich in vielen sehenswerten Spielzügen widerspiegelte. Gerade unsere Truppe zeigte ein ums andere Mal einen „One-Touch-Fußball“ über mehrere Stationen, der die Qualität unserer Truppe immer wieder unterstrich und die Zuschauer teilweise ins Schwärmen geraten ließ. Am Ende zählt allerdings lediglich das Ergebnis und gewinnen kannst du nur, wenn du Tore schießt. Die Gelegenheiten waren da. Und eigentlich hätten sich unsere Männer für ihr Auftreten auch belohnen sollen. Aber sowohl Timo Stegmann (10.), als auch Alexander Borck (31.) scheiterten. Das machte Concordia dann kurz vor dem Pausentee in zweifacher Ausfertigung besser, indem sie individuelle Fehler unsererseits ausnutzen. Erst brachte Damian Ilic die Hausherren in der 41. Minute in Führung und kurz darauf erhöhte Bazier Sharifi auf 2:0 (43.). Ein deutlicher Rückstand, aus unserer Sicht, zu einem psychologisch sehr unpassenden Zeitpunkt. Ebbers äußerte sich nach dem Abpfiff wie folgt dazu: „Das ist halt in der Oberliga so, wenn du drei, vier haarsträubende Fehler machst, dann werden die auch bestraft. So war es in der ersten Halbzeit. Da machen wir zwei haarsträubende Fehler und liegen mit 0:2 hinten.“

„Wenn wir den Ausgleich machen, wird es für Cordi nochmal eng.“

Marius Ebbers
Ich war`s! Tim-Julian Pahl (mi.) bei seinem Torjubel. Foto: Olaf Both

Aber gerade auch wegen des, bis dahin, spielerisch sehr guten Auftretens der Mannschaft, war uns klar, dass das Team es packen kann konnte, so ein Zwischenergebnis zu drehen. „In der Halbzeitansprache sagst du den Jungs dann auch nochmal: Die Qualität habt ihr. Ihr müsst nur daran glauben.“ Mit diesen Worten des Trainers ging es dann wieder raus auf das Feld. Sofort spielten unsere Wikinger weiter einen schnellen Ball nach vorne, woraus sich schließlich mehr gefährliche Strafraumszenen für uns entwickelten. Wir versuchten mit einem phasenweise echt guten Offensivpressing die Cordi-Kicker in ihre Hälfte zu drängen. Und, dass das nicht in eine zu große Hektik resultierte, dafür sorgten die beiden Trainer, indem Marius Ebbers und Martin Spreitz die Spieler ein ums andere Mal aufforderten, immer schön geduldig zu spielen und ruhig zu bleiben. Das kam nicht nur an, sondern wurde auch genauso umgesetzt. Die Ruhe und die Qualität am Ball unsere Akteure war in dem Fall eine gute Mischung, die schließlich dazu führte, dass wir auf den Anschlusstreffer drängten, der dann in der 65. Minute auch fiel, als André Monteiro Branco einen Freistoß perfekt vor den Kasten schoss, wo Tim-Julian Pahl angelaufen kam und per Kopf auf 1:2 verkürzte. Wir waren also wieder dran und witterten immer mehr die Chance, das Ruder noch rumreißen zu können. Alleine Tom Wohlers hatte in der Folge zweimal den Moment, etwas brauchbares oder sogar Zählbares herauszuholen, schoss aber entweder über das Gehäuse oder scheiterte am starken Cordi- Keeper Tobias Braun, der in der nächsten nennenswerten Szene sogar noch zur Schüsselfigur wurde. Und zwar in der 75. Minute. Vorausgegangen war eine Notbremse des Concorden Necati Agdan, der Borck in letzter Sekunde nur durch ein Foul an einem vielversprechenden Abschluss hindern konnte. Dafür bekam der Abwehrspieler die rote Karte und wir einen Strafstoß. „Das war der perfekte Zeitpunkt für einen Elfmeter“, so Ebbers, der ebenfalls, so wie alle anderen Zuschauer, sah, dass Schlussmann Braun den Schuss von Branco parierte und somit das 2:2 verhinderte. Ebbe: „Ich glaube, wenn wir da den Ausgleich machen, wird es für Concordia wahrscheinlich nochmal eng.“ Es sollte aber nicht sein.

Dadurch bekamen die Gastgeber nochmal ein bisschen Auftrieb, was ihnen dazu verhalf, dem Angriffsfluss unserer Männer entgegenzutreten. Das machten sie sehr gut und verhinderten somit, dass wir uns mehr zwingende Torchancen erarbeiten konnten, um noch einen weiteren Treffer nachzulegen. „Deswegen, alles in allem, geht das Endergebnis, glaube ich, in Ordnung.“ So Ebbes Urteil über unsere 1:2 Niederlage bei Concordia. Nun heißt es aber, sich schon auf den kommenden Gegner vorzubereiten. Denn bereits am nächsten Freitag empfangen wir um 19:30 Uhr den TSV Buchholz 08 im Stadion Hoheluft. Dann wollen wir natürlich auch wieder mehr aus unseren Torchancen herausholen.



AUTOR: Mathias Reß