Es ist das Duell der „Wikinger“ gegen die „Geächteten“. Wenn man die anstehende Begegnung nur auf diese „Spitznamen“ bezieht, wird es also eine Gegenüberstellung zweier gesetzloser Gruppierungen. Denn, während die Wikinger damals im mitteleuropäischen Frühmittelalter (800-1050 n. Chr.) auf Raubzüge gingen, waren Geächtete in der Rechtsprechung Personen, die die Gesetze des Königreiches brachen. Allerdings befinden wir uns mittlerweile im Jahre 2019 im Stadion Hoheluft, wo es lediglich darum geht, dass zwei sehr gute Mannschaften um drei Punkte kämpfen und mit attraktivem sowie gutem Fußball für eine super Unterhaltung sorgen wollen. Dass dieses Vorhaben funktionieren könnte, ist so wahrscheinlich, dass fast fest davon ausgegangen werden kann.

Mittelfeldakteur Timo Stegmann (mi.) möchte mit seinem Team den Heimerfolg weiter ausbauen. Foto: Christian Küch

Auf der einen Seite befinden sich nämlich unsere Victorianer, die während dieser Saison in JEDEM Heimspiel für jede Menge Spektakel sorgten, so, dass sich unser Trainer Marius Ebbers einmal zur Aussage „das war Werbung für die Oberliga“ und ein anderes Mal zum Statement „das war Werbung für den LOTTO-Pokal“ hinreißen ließ, und auf der anderen Seite werden sich unsere Gäste vom Hamm United FC positionieren, die sich als bester Aufsteiger durch wirklich gute Leistungen auf dem siebten Rang und somit zurecht auf einem respektvollen einstelligen Tabellenplatz befinden. Ein direktes Aufeinandertreffen in einem Pflichtspiel gab es bisher noch nicht, weshalb wir diesbezüglich auch keine Statistiken nennen können. Wir können aber einen Blick auf den Ist-Zustand beider Teams wagen: Nach unserer Auswärtsniederlage am letzten Wochenende bei der TuS Dassendorf (2:4) sind wir auf den dritten Platz abgerutscht. Was uns aber, nachdem wir schon in der Vorsaison die beste Heimmannschaft waren, auch dieses Jahr erneut auszeichnet, ist die weiter aufrecht erhaltene Heimstärke unserer Männer. Im Stadion Hoheluft sind wir damit bisher verlustpunktfrei und schießen im Schnitt über vier Tore. Genau daran wollen wir natürlich auch gegen den HUFC anknüpfen, der in seinem ersten Oberliga-Jahr der Vereinsgeschichte seit der Gründung (since 2005) mit Pauken und Trompeten im Hamburger Oberhaus ankommt. Neben Siegreichen Partien wie zum Beispiel gegen den Meiendorfer SV, den TuS Osdorf und den FC Süderelbe, erreichte die Mannschaft von Trainer Sidnei Marschall auch Punkteteilungen gegen starke Gegner wie zum Beispiel den TSV Sasel, HSV Barmbek-Uhlenhorst und den Niendorfer TSV. Doch während ihr bester Torschütze Alessandro Schirosi, der im Spiel gegen uns eine Gelb-Rot-Sperre absitzen dürfte, fünf Mal ins gegnerische Netz traf, haben wir mit Magnus Hartwig (5), Alexander Borck (7), Ian-Prescott Claus (9) und Dennis Bergmann (10) gleich vier Kicker, die genauso viele oder mehr Buden knipsten. Generell gehen wir aufgrund der aktuellen Statistiken sicherlich als der Favorit ins Spiel. Und, das machen wir auch bewusst, nicht aber ohne den Respekt vor dem Gegner zu verlieren. Denn in der Oberliga ist es egal, ob es gegen einen Serienmeister oder gegen einen Klassen-Neuling geht. Jedes Team hat eine Berechtigung, im Oberhaus dieser Hansestadt zu spielen.

Wir freuen uns nun auf den nächsten Stadionabend am Lokstedter Steindamm. Das Ganze unter Flutlicht an einem Freitagabend und der „schönsten Nebensache der Welt“, während es bei etwa elf Grad trocken bleiben soll (Wettervorhersage Stand Mittwochabend). Unsere Stadiontickets, sechs Euro für Vollzahler und vier Euro für Ermäßigte, sind sowohl für die Steh-, als auch für die Tribünenplätze gleich. Somit kann der Zuschauer frei wählen, wo er sich in unserem Rund aufhalten möchte. Für Speisen und Getränke wird wie gewohnt am Fuße unserer Sitzplatztribüne gesorgt. Unser spanischer Gastronom „Javi“ und seine Crew legen alles an Herzblut rein, um die aufkommenden Gelüste zu befriedigen. Kommt einfach vorbei. Schaut euch ein bestimmt ganz tolles Spiel an und genießt den Abend. Bisher hatten wir zu unseren Heimspielen nicht zu viel versprochen und soweit wir die Rückmeldungen bekamen, gingen die Zuschauer hauptsächlich zufrieden und größtenteils auch glücklich wieder nach Hause, weiter auf den Kiez oder sonst wohin. Wir freuen uns auf euch und wünschen schon jetzt ein paar wunderbare Stunden bei uns.



AUTOR: Mathias Reß