Spielankündigung für die Partie gegen den VfL Pinneberg. Trifft Stürmer Bibie Njie auch dieses Mal? Foto: Mathias Reß

Wenn unsere Liga am Freitag den VfL Pinneberg empfängt, ist, wenn man sich im Kreise der Hamburger Fußballwelt umhört, die Favoritenrolle klar unserem Team zugesprochen. Das liegt natürlich hauptsächlich an der Tabellensituation. Denn während unsere Farben sich auf dem fünften Tabellenrang wiederfinden, stehen die VfL-Kicker mittlerweile schon etwas abgeschlagen auf dem letzten Rang des Klassements. Aber Obacht! Dieser Gegner ist trotzdem nicht zu unterschätzen. Das hat uns das Hinspiel bereits gelehrt…..

Felix Schuhmann (li.): „Fußball ist Kopfsache“. Foto: Mathias Reß

Es ist noch eine junge Saison gewesen. Erst der fünfte Spieltag stand an, als unser Team zum VfL Pinneberg reiste. Die Truppe von der Fahltsweide war zu diesem Zeitpunkt schon, zumindest aufgrund des Torverhältnisses, deutlich am Ende der Oberligatabelle wiederzufinden. Denn mit zuvor vier Niederlagen und 1:16 Treffern entstanden die ersten Mutmaßungen, wohin die Reise für die Pinneberger hingehen würde. Und dann kam auch noch der amtierende Vizemeister angereist. Aber genau diese Tatsachen und Vergleiche, ließen unser Team wahrscheinlich zunächst etwas fahrlässig agieren. Plötzlich lief die 25. Minute und es gab einen imaginären Knall. Wie eine Druckwelle ging es durch die Reihen unserer Hoheluftkicker. Was war geschehen? Schlussmann Dennis Lohmann griff schon zum zweiten Mal hinter sich, um den Ball aus dem Netz zu holen. Soll heißen: Wir lagen mit 0:2 zurück! Es ist eben genau das passiert, womit die Allerwenigsten rechneten. Vorneweg wahrscheinlich die Akteure selbst. Daran sah man es mal wieder, dass, um es in den Worten unseres Kapitäns Felix Schuhmann zu sagen, „Fußball eine reine Kopfsache ist“. In dieser Sportart ist einfach nichts vorhersehbar, auch wenn dies immer wieder sogenannte Experten behaupten. Faktisch stimmt das jedoch definitiv nicht. Beweise dafür gibt es in der Fußballwelt genug.

„Wir müssen uns den A…. aufreißen“

Mittelfeldspieler Nil von Appen
Nil von Appen findet klare Worte. Foto: Mathias Reß

Dieser imaginäre Knall, der 0:2 Rückstand, weckte unser Team damals jedenfalls noch rechtzeitig so auf, dass es am Ende einen 3:2 Auswärtssieg zu feiern gab. Für uns ist es unerklärlich, warum der VfL Pinneberg mit nur drei Punkten und einem Torverhältnis von 16:89 so klar und deutlich die rote Laterne festhält. Denn unser Team war nicht das Einzige, das die Erfahrung machen durfte, was diese Elf eigentlich drauf hat. Dazu können wir beispielsweise auch noch den HEBC zählen, der sich gänzlich geschlagen geben musste, oder auch den Niendorfer TSV, der sich zuletzt ebenfalls erst mal gegen den VfL in Rückstand sah. Wir sind also gewarnt und unser Team wird garantiert genauso fokussiert und konzentriert auflaufen, wie bei jedem anderen Gegner. 

Keeper Dennis Lohmann sagte vor einer Woche, dass wir nun „nach der Winterpause, mit allem was in der Zeit bei Victoria passierte, den Platz wieder mit Leben füllen müssen und werden“. Das war ein sehr schöner und passender Satz, was mit einem 3:0 Sieg gegen den FC Süderelbe auch schon direkt umgesetzt wurde. Doch jetzt gilt es, genau damit weiterzumachen. Nil von Appen gab kürzlich für die Stadionzeitung zu Protokoll: „Wir müssen uns weiter den Allerwertesten aufreißen. Denn wenn wir nicht weiterhin hundert Prozent geben, wird es für uns schwer, unsere Saisonziele zu erreichen. Auch in der Liga wollen wir so weit wie möglich nach oben.“ An den Sätzen unserer Männer ist klar zu erkennen, wie aufgeräumt, reflektiert und motiviert sie sind, auch in dieser Saison das Bestmögliche für die Mannschaft herauszuholen. Dafür werden sie kämpfen und auch am Freitag gegen den Tabellenletzten absolut konzentriert auftreten. Es wird also, davon kann ausgegangen werden, ein Spiel mit viel Klasse, guten Spielzügen und auch genug Torraumszenen. Im Schnitt wurden bisher in unseren Partien an der Hoheluft 3,9 Treffer pro Heimspiel erzielt. Zudem belegt unsere Truppe in der Heimtabelle den zweiten Rang. Diese positiven Zahlen sollen bestenfalls weitergeführt werden. Deshalb: Kommt vorbei. Kommt am Freitag den 15. Februar ins Stadion Hoheluft am Lokstedter Steindamm 87, 22529 Hamburg. Der Anpfiff wird um 19:30 Uhr vom Unparteiischen Alexander Nehls durchgeführt. Wir freuen uns schon sehr darauf, euch bei uns begrüßen zu dürfen und wünschen beste Unterhaltung.

Autor: Mathias Reß