Klaas Kohpeiß (li.) erzielte einen Doppelpack. Foto: Mathias Reß

Das erste Punktspiel im Jahr 2019 bei dem mit über 20 Grad und Sonnenschein ein richtig tolles und warmes Wetter war. Und dann ging es auch noch auswärts zum TSV Sasel, dessen Liga-Team sicherlich auch eine der Mannschaften ist, über das aufgrund des attraktiven Fußballs bereits über die komplette Saison positiv gesprochen wird. Zwei Truppen also, die, wenn sie gegeneinander spielen, ein für den Zuschauer schönes Spiel erahnen ließen. Und unterhaltsam wurde es allemal. Jede Menge Torraumszenen, ein glänzend aufgelegter Keeper und insgesamt sechs Buden befriedigte die Erwartung der Fußballliebhaber.

Keeper Lohmann zeigte eine starke Leistung. Foto: Mathias Reß

Der TSV Sasel legte los wie die Feuerwehr. Die Hausherren nahmen von Anfang an das Heft des Handelns in die Hand, was dazu führte, dass wir uns zunächst in unsere eigene Hälfte und teilweise auch in unseren Strafraum drängen ließen. Immer wieder tauchten die Kicker von Coach Danny Zankl gefährlich und für sie vielversprechend vor unserem Kasten auf. Allerdings war unser Keeper Dennis Lohmann mit dem Anpfiff hellwach auf dem Platz. Immer wieder verhinderte er eine frühe Führung für die Gäste. Gleich sechsmal bewies „Lohmi“ in den ersten 20 Minuten seine Klasse. Aufgrund des Spielverlaufs, und da müssen wir ehrlich sein, war es eigentlich erstmal nur eine Frage der Zeit, bis der TSV seine erste Bude knipsen würde. Doch dann, nachdem Dennis Bergmann mit unserem ersten Torabschluss an den Fingerspitzen des Schlussmanns scheiterte, markierten tatsächlich unsere Jungs das 1:0 für ihren SC Victoria. Vorangegangen war ein toller langer Ball auf die rechte Seite in den Lauf von Alexander Borck, der dann von der Torauslinie zurück auf Timo Stegmann legte. Dessen Flanke vom rechten Strafraumeck beförderte die Kugel genau auf den Kopf von Klaas Kohpeiß, der aus fünf Metern wuchtig auf den Boden köpfte, wo der Ball aufdotze und wieder hoch in den linken Winkel flog (23.). Dieser Treffer stellte das bisherige Geschehen faktisch auf den Kopf. Dafür war unser Jubel umso lauter.

Systemumstellung in der Halbzeit

Die Tore wurden leidenschaftlich bejubelt.
Foto: Mathias Reß

Als die Saseler nach knapp über einer halben Stunde den Ausgleich erzielten, gab es sicherlich nicht Wenige, die davon ausgingen, dass sie es noch schaffen müssten die Partie zu ihren Gunsten zu drehen. Aber da hatten diese Menschen die Rechnung ohne unsere Männer gemacht. In der Endphase der ersten Halbzeit stellte Felix Schuhmann mit einem Schuss aus 18 Metern den alten Vorsprung wieder her (38.) und Timo Stegmann erhöhte aus ähnlicher Distanz sogar noch vor dem Pausentee auf 3:1. Mit dieser komfortablen Führung ging es dann erstmal in die Kabine, wo unser Trainer Fabian Boll mit der Mannschaft eine Systemumstellung durchging, was sie anschließend gut umsetzte. So bekamen unsere Kicker nach Wiederanpfiff wieder mehr Griffigkeit. Sasel hingegen schaffte es weiterhin nicht, noch mehr Zählbares für sich aus den herausgespielten Offensivaktionen herauszuholen. Stattdessen schlichen sich bei den Hausherren, wie auch schon in der ersten Halbzeit, weitere individuelle Fehler ein, wovon als nächstes André Monteiro Branco profitierte. Nach seiner Balleroberung bediente er dann mit einem Traumpass unseren Sturmtank Kohpeiß, der in dieser Szene abschließend nicht nur zu unserer 4:1-Führung traf und einen Doppelpack schnürte, sondern auch noch das vierte Mal im dritten aufeinanderfolgenden Spiel ein Tor erzielte.

Herren-Debüt für U19-Spieler

Jonathan Bornemann hatte seinen ersten Herreneinsatz. Foto: Mathias Reß

Das TSV-Team gab sich allerdings nicht auf. Während wir noch zweimal für ordentlich Gefahr sorgten, gelang dies den „Parkweglern“ erneut viel häufiger. Jedoch reichte es dann nur noch für einen weiteren Treffer in der 81. Minute, was für uns am Ende ein 4:2 Auswärtssieg bedeutete. Es trifft den Nagel auf den Kopf, wenn wir zusammenfassend sagen: Unsere Männer waren einfach gnadenlos Effektiv. „Auch das ist Qualität“, sagte Trainer Fabian Boll in der anschließenden Pressekonferenz, womit er mal wieder, wie so häufig, Recht hatte. Die Effektivität, ein starker Lohmann im Tor und „auch ein bisschen Glück“, so „Boller“, waren am Ende das Rezept für ein Ergebnis, das schmeckte. Dann auch in Form von Bier in der Kabine, was sich die Jungs redlich verdienten. Einer von uns ging übrigens ganz sicher mit besonders positiven Gefühlen nach Hause: Jonathan Bornemann, Spieler der U19, reiste zur Unterstützung mit an und feierte bei seiner Einwechslung in der 79. Minute sein Debüt im Herrenbereich. So hatten wir noch einen weiteren, sehr schönen Grund zur Freude. Ein rundum gelungenes Auswärtsspiel also.



AUTOR/FOTOS: Mathias Reß