Am 08. Januar 2021 schrieb Dirk Fischer, Präsident des Hamburger Fußballverbandes (HFV), in einem offenen Brief an die Vereine, dass die laufende Fußballsaison in der Hansestadt wenigsten mit einer einfachen Hinrunde nur zu Ende gespielt werden könne, wenn es den Vereinen ermöglicht würde, spätestens am 13. Februar wieder mit vollem Training einzusteigen, damit die ersten Partien nach dem Lockdown am Wochenende des 27./28. Februar ausgetragen werden, um den zeitlichen Rahmen einzuhalten. Doch dann kam die Entscheidung von Bund und Länder, dass sich die aktuellen Beschränkungen bundesweit erstmal noch bis zum 14. Februar verlängern. Was im Umkehrschluss bedeutete, dass die laufende Saison wohl annulliert werden würde und die nächste Saison am 01. Juli 2021 mit Stand des 01. Juli 2020 startet. Was das bedeutet und wie die Vereine dazu stehen, wollte der Verband in einer nächsten Videokonferenz mit Klubvertretern am 22. Januar besprechen. Diese Konferenz fand dann auch am gestrigen Freitag statt, an dem insgesamt 98 Vereine teilnahmen.

Um es vorweg zu nehmen: Nach einem Meinungsaustausch wurde per Abstimmung auch ein Meinungsbild geschaffen. Insgesamt stimmten 76 Vereine für den Vorschlag des HFV und 17 Teilnehmer waren dagegen. Auch wenn verschiedene Alternativ-Vorschläge besprochen wurden, zeigt das doch ein sehr eindeutiges Meinungsbild. Sollte die laufende Saison dann auch demnächst offiziell abgebrochen werden, würde es in diesem Spieljahr keine Auf- und Absteiger geben. Die Staffeleinteilung für die am 01. Juli 2021 neu startende Saison wäre dieselbe wie die Einteilung im vergangenen Sommer. Was den Jugendspielbetrieb und überregionale Wettbewerbe angeht, müsste noch „abschließend bewertet werden“, wie der Verband auf seiner Homepage schreibt.

Sollte die Saison nun annulliert werden, die Behörden aber schon vor Ende Juni 2021 die Sport- und Trainingsplätze wieder freigeben, gäbe es eine vom HFV entwickelte Alternative zum Liga-Spielbetrieb: „Pflicht-Freundschaftsspiele“. Hierbei handelt es sich um einen Freundschaftsspielbetrieb auf freiwilliger Basis. Wie das genau aussehen, organisiert und durchgeführt werden soll, möchte der Verband den Vereinen noch zukommen lassen und auf der eigenen Homepage veröffentlichen.

Was den LOTTO-Pokal für die Herren, Frauen und die A-Junioren angeht, ist man beim Verband bemüht, diesen noch auf sportlicher Ebene austragen zu können, um auf die altbekannte Art einen Sieger zu ermitteln. Genaueres wird noch besprochen. Am 04. Februar 2021 wird sich das HFV-Präsidium erneut zusammensetzen, um das weitere Vorgehen im Detail zu klären.




AUTOR: Mathias Reß