Erstmals fand der Deutsche Jugendpokal des Deutschen Hockey Bundes auch für die Altersklasse U14 statt – und die mU14 des SC Victoria war dabei! Und wie durch ein Wunder waren pünktlich zur Endrunde Nord bei Phönix Lübeck am vergangenen Wochenende alle 17 Spieler wieder fit – und hochmotiviert. Schließlich hatten sie einiges wieder gut zu machen, denn spielerisch waren die Wochen seit den Sommerferien von vielen Tiefs geprägt gewesen.
Deutliche Ansage der Trainer – vielversprechender Auftaktsieg
Und so gab es vor dem ersten Spiel am Samstagmorgen gegen Heimfeld eine deutliche Ansage vom Trainerteam. Mathilda und Mael hatten dabei offenbar die richtigen Worte gefunden, denn das Team wirkte von Beginn an wie ausgewechselt: Lauf- und spielfreudig zeigten die Jungs viele schöne Kombinationen. Angriff um Angriff rollte auf das Tor der Heimfelder zu – und so fiel bald das erlösende 1:0, dem wenig später ein sehenswerter zweiter Treffer folgte. Zwar gelang Heimfeld noch der Anschluss, aber Vicky gewann – und der Jubel war riesengroß.
Im zweiten Spiel der Gruppe A ging es gegen Tusli aus Berlin, die zuvor Heimfeld in einem intensiven Spiel mit 2:0 bezwungen hatten. Damit war klar: Für Platz 1 in der Gruppe war ein Sieg nötig. Vicky spielte stark, hatte zahlreiche Chancen, aber leider fand der Ball den Weg ins Tor nicht. Am Ende blieb es beim 0:0 – und somit war Tusli Gruppensieger, punktgleich, aber mit einem Tor Vorsprung. Die Stimmung war trotzdem gut, denn das Halbfinale war erreicht. Nach einem Duschstopp in der Jugendherberge stromerte das Team durch die Stadt und ließ den Abend bei einem Burgeressen fröhlich ausklingen.
Unglückliche Niederlage im Halbfinale, überzeugendes Spiel um Platz 3
Sonntag stand dann am Vormittag das Halbfinale gegen Potsdam an. Vor dem Spiel gab es ein Happy-Birthday-Ständchen für Leander und Julius. Denn kurioserweise feierte in beiden Teams ein Spieler an diesem Tag Geburtstag. Als es dann losging, knüpfte Vicky an die spielerisch gute Leistung vom Vortag an, hatte viele Chancen und dominierte den Gegner über weite Strecken des Spiels, während Potsdam konzentriert verteidigte und auf Konter lauerte.
Aber leider fiel kein Tor, weil im Schusskreis die letzte Konsequenz und das Glück fehlten. Und so nutzte Potsdam in Überzahl nach einer harten Zeitstrafe und einem Ballverlust kurz vor Schluss eine Hereingabe per Abstauber für das 1:0. Die Jungs versuchten alles, der Ausgleich aber gelang leider nicht mehr. Die Enttäuschung über das verpasste Finale trotz eines guten Spiels war riesengroß. Aber manchmal entscheiden leider Nuancen über Sieg und Niederlage.
Im Spiel um Platz 3 kurz darauf gaben die Jungs dann noch mal alles – und überrollten das Team von Phönix Lübeck mit lupenreinem Angriffshockey. Vicky zeigte wunderschöne Spielzüge – und endlich klappte es auch mit den Toren. Mit dem 4:0-Sieg setzte das Team ein Ausrufezeichen hinter ein spielerisch wirklich gelungenes Turnierwochenende – und belohnte sich mit dem verdienten 3. Platz beim ersten Deutschen Jugendpokal für die U14.
Ein wenig Wehmut – und ein großer Dank
Was den Jungs bleibt, ist die Erinnerung an ein perfekt organisiertes Turnier mit viel Teamzeit, vielen tollen Spielen auf Augenhöhe und vielen netten Kontakten – und ein wenig Wehmut, dass man selber nicht beim Finale dabei sein konnte, bei dem jeder Spieler namentlich genannt und sogar die Nationalhymne gespielt wurde.
Wir danken Phönix Lübeck für die tolle Organissation, die Top-Verpflegung und die angenehme Zeit auf der wunderbar gelegenen Anlage, dem Deutschen Hockey Bund für die Erweiterung des Formats auf die U14 und allen Teams für die super Atmosphäre und die schönen Spiele. Wir hatten ein rundum schönes Wochenende!
















