Die diesjährige Sommerreise führt im Verbund mit insgesamt 5 deutschen Masters-Teams (W55, W60, W65, M55 und M60) vom 06. bis 16. August für 12 Tage ins sehr schöne und inspirierende Antwerpen, das den Besuch – auch ohne Hockey-Mission – mehr als wert gewesen wäre.
Alle deutschen Teams logieren im gleichen Hotel und bilden, samt Staff und Anhang, eine familiäre und einander unterstützende Gemeinschaft, auch abseits der Hockeyplätze.
Insgesamt nehmen 129 Teams aus über 20 Nationen an den Wettbewerben teil, in Summe also weit über zweieinhalbtausend Hockey-Spieler*Innen, Coaches, Physios, Manager*Innen, Schiedsrichter*Innen, dazu Familien und Freunde.
Die sehr schön gelegene Clubanlage des KHC Dragons in Brasschaat bietet von der Eröffnungsfeier bis zum Schlusspfiff der letzten Partie (und darüber hinaus) einen professionellen Standort als auch einen stimmungsvollen Rahmen für dieses Weltmeisterschaften. Es gebührt ein großer Dank für die organisatorische Leistung, dieses Turnier durchzuführen!
Das (intensive) WM-Programm der M55: 7 Spiele innerhalb von 9 (teilweise sehr heißen) Tagen.
Ein positiver Auftakt gegen Australien (2:0) und die beiden anschließenden Erfolge gegen Frankreich (4:1) und Wales (3:0) ebnen, schon vor dem letzten Gruppenspiel gegen die Niederlande (0:3), den Weg ins Viertelfinale gegen Südafrika. Das wird verdient, aber unnötig spannend, schließlich etwas glücklich, gewonnen (2:1). Und findet seine Fortsetzung im Halbfinale gegen England. Vermutlich die beste Partie im Turnier, ruhig und überlegen gespielt, aber der Ball will an diesem Tag – trotz bester Chancen – einfach nicht über die Linie. So (torlos) kommt es zum PSO und einem bitteren Ausscheiden (2:4). Der Einzug ins Finale und eine Gelegenheit zur Revanche gegen den späteren Turniersieger Holland wäre möglich und verdient gewesen.
Anschließend eine Mischung aus großer Erschöpfung und tiefer Enttäuschung…von der sich dieses charakterstarke Team aber über Nacht in unglaublicher Weise befreien kann.
Mit überzeugtem Glauben und noch mehr Herzblut werden die buchstäblich letzten Kräfte mobilisiert. Noch einmal wird ein so gutes Hockeyspiel gegen Gastgeber Belgien auf den Platz gebracht und allen Widerständen zum Trotz hochverdient gewonnen (2:1). Im Ergebnis eine Bronze-Medaille, die ihren Wert hat und entsprechend sehr emotional gefeiert wird…
und verschwommenen Video-Zeugnissen zufolge gewinnt das drittplatzierte Team aus Deutschland dann auch noch die letzte 3. Halbzeit, deutlich…
Ja, es wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen. Aber viel schöner hätte es auch nicht mehr sein können. Irgendwie so ein leidenschaftliches Sommermärchen-Dings, sportlich wie menschlich.
Ich bin nicht so oft wirklich stolz auf etwas, aber Teil dieses Teams gewesen zu sein bedeutet mir persönlich sehr viel! Diese Gemeinschaft hat gestrahlt, auch sozial. Und nach den Auftritten von Deutschland M55 werden sich zukünftig weltweit noch einige Menschen mehr „Disco fühlen“…










