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2theMax-Camp der mU12: Training für Körper, Kopf, Herz und Haltung

Die mU12, die als SG Hoheluft aus Spielern des SC Victoria und ETV besteht, durfte mit dem 2theMax-Camp zum Ende der Feldsaison ein neues Trainingskonzept testen. Über mehrere Wochen hinweg begleitete der Psychologe und ehemalige Hockeprofi Max Kapaun die Jungs beim Training. Initiiert von Tim, bei Vicky verantworlich für die männliche Jugend, unterstützte er die Coaches Mathilda, Mael, Felix und Athletiktrainer Tim bei den Einheiten. Außerdem leitete Max jedes Training vorab thematisch ein und zog sich am Ende der Einheiten mit den Jungs zur Reflexion in die Lounge zurück. Das Ziel: nach dem Camp-Motto „Move. Play. Grow.“ ein ganzheitliches Training anzubieten, das neben der sportlichen Seite auch die Psyche mitnimmt und den Jungs Denkanstöße zur weiteren sportlichen und persönlichen Entwicklung gibt.



Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln

„Wir trainieren nicht nur die Muskeln, sondern auch den Kopf, das Herz und die innere Haltung“, fasst es Max zusammen. Aus eigener Erfahrung weiß der frühere National- und Bundesligaspieler, der aus Wellingsbüttel stammt und beim UHC das Hockeyspielen lieben lernte, wie wichtig es ist, dass alles ideal zusammenspielt.

Neben dem Training von Technik und Taktik müssen Sportler auch ihre Emotionen in den Griff bekommen und eine positive Einstellung zu sich selbst entwickeln. „Eine Performance, mit der ich zufrieden sein kann, ist nur möglich, wenn ich weiß, welche realistischen Ziele ich mir setzen und wie ich sie verfolgen kann. Dazu ist es wichtig, dass ich nicht ständig mit mir selbst, meinen Mitspielern, dem Gegner oder dem Schiedsrichter hadere, sondern Vertrauen in meine Fähigkeiten entwickle und lerne, diese bestmöglich umzusetzen“, erklärt Max.



Der Spaß stand stets im Vordergrund

Ausdrücklich, das betonte der 31-Jährige auch gegenüber den Eltern, die er stets einbezog und vor und am Ende des Camps auf einem Elternabend ausführlich informierte, gehe es dabei nicht um Spitzenleistungen, sondern dass jedes Kind auf seinem Niveau abgeholt wird und Fortschritte machen kann. Ein wichtiger Punkt, da im Breitensport orientierten SC Victoria Anfänger, Fortgeschrittene und Spieler, die bereits mit fünf Jahren die ersten Hockeyschritte machten, gemeinsam trainieren, auch wenn es natürlich diverse leistungshomogene Einheiten gibt, damit niemand unter- oder überfordert ist.

So stand auch in den Wochen nach den Sommer- und vor den Herbstferien bei der mU12 stets der Spaß im Vordergrund. Denn nur wer Freude am Sport hat, kann sich positiv entwickeln. Vor und nach den Einheiten wurden gemeinsam im Gespräch psychologische Schlüsselkonzepte spielerisch erarbeitet: Die Jungs lernten, wie sie mit Stress umgehen können oder mit negativen Emotionen, was Motivation und Selbstbewusstsein ausmacht und wie wichtig ein klarer Fokus ist. Zudem wurde jede Einheit ausführlich evaluiert und mit der Hilfe einer App fragte Max vor den einzelnen Trainings Motivation und Wohlbefinden ab.



Hohe Motivation, gute Laune und positives Feedback

„Die Kinder waren die ganze Zeit motiviert dabei und haben toll mitgemacht“, resümiert Max am Ende des fünfwöchigen Camps. Tatsächlich war über den gesamten Zeitraum die Trainingsbeteiligung hoch und die Laune gut. Am Ende gaben gut 90 Prozent der Kinder an, dass sie viel oder sehr viel Spaß hatten und 81 Prozent würden gerne ein weiteres 2theMax-Camp mitmachen. 80 Prozent der Kinder meinten zudem, dass sie richtig viel Neues gelernt haben, das ihnen auch außerhalb des Hockeys geholfen hat.

Dass das Camp gut ankam, zeigen auch die folgenden Auszüge aus dem Feedback der mU12-Jungs, einen guten Einblick in die Abläufe vor Ort gibt zudem der unten anhängende Camp-Film, der im Instagram-Format gefilmt ist und sich am besten auf dem gedrehten Handy anschauen lässt:

  • „Ich finde es sehr toll, dass du so ein Angebot machst, wie junge Sportler Dinge lernen, die für den Sport aber auch außerhalb vom Sport wichtig sind, wie z.B. Dinge über Stress und Motivation.“
  • „Es war so cool!“
  • „Man ist ausgerastet, hat Schiedsrichter angeschrien, konnte nicht verlieren. Aber ich habe jetzt verstanden, dass Verlieren auch dazu gehört. Ich habe den Ärger noch gespürt, aber musste nicht mehr so ausrasten.“
  • „Sehr cool, weil ich viel über den Körper gelernt habe.“

Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem Konzept, hat der Verein sich entschieden, die 2theMax-Camps, wenn es passt, künftig als Wochenend- oder Feriencamps anzubieten. Einen ersten Durchlauf gab es zwischen Weihnachten und Silvester, wo Jungs und Mädchen von der U10 bis U14 an einem 2theMax-Camp mit Max und Tim teilnahmen. Auch hier war die Resonanz sehr positiv. Weitere Angebote sollen folgen.