Verteidiger Yannick Petzschke

Es ist mal wieder soweit: Die Veröffentlichung eines Interviews mit einem unserer Ligaspieler. Wer fleißig zu unseren Heimspielen im Stadion Hoheluft erscheint, kann diese Unterhaltungen immer schon in unserem Stadionheft „Victoria Echo“ lesen. Mit einem gewissen zeitlichen Abstand veröffentlichen wir sie dann aber auch online, damit unsere Wikinger für euch auch mal etwas privater werden. Heute im Blickpunkt: Innenverteidiger Yannick Petzschke.

Alter: 27
Vereine: SV Eichede, FC Süderelbe (Herren)
Position: Abwehr
Spitznamen: Yanno, Petzschko, Piefke
Beziehungsstatus: glücklich vergeben

Hi Petzschko, heute erfahren wir mal mehr von dir. Wer bist du?
YP:
„Ich bin Yannick und ein Fußballliebhaber (lacht). Allerdings arbeite ich auch, und zwar bei der Medienagentur Pilot Hamburg, als Mediaberater. Sonst habe ich fast nur Zeit für meine Freundin, Fußball und die Familie. Ich unternehme aber auch gerne mal was mit der Mannschaft. Für mich stand Fußball, seit meiner Kindheit, schon immer an erster Stelle. Manchmal leider erst nach der Schule, aber ich glaube, das hat dem Ganzen nicht so geschadet. (grinst)“
Wenn du dich mit einem Comic-Helden vergleichen würdest, welcher wäre das?
YP
: „Wen ich immer gerne mochte, war Son Goku oder auch die Super Kickers mit Captain Tsubasa. Wenn ich mich mit einer Comicfigur vergleichen müsste, wäre ich schon so ein bisschen wie Gregor von den Kickers.“
Bist du auch Fan eines Profi-Teams?
YP:
„Ich bin `leider´ HSV-Fan (lacht). Nachdem wir das Derby verloren haben, muss ich das so sagen. Nein Quatsch. Das fand ich nicht so schlimm. `Leider´ war nur sarkastisch gemeint. Natürlich bin ich HSV-Fan! Ich freue mich, wenn wir selbst nicht spielen und ich eins, zwei Mal im Jahr mit ein paar Jungs ins Stadion gehen kann“
Hast du Träume?
YP:
„(überlegt) Ja. Ich würde in meiner aktiven Karriere gerne nochmal mit meinen Jungs einen Titel holen. Beruflich bin ich aber relativ am Anfang und weiß noch nicht, was da mein Traum ist. Mein privater Traum ist es, irgendwann mal eine Familie, mit zwei bis drei Kindern, und somit andere Aufgaben zu haben, als jetzt so das Alltägliche. Das hat aber noch Zeit. Ob ich in Zukunft ein Haus bauen und einen Baum pflanzen möchte: Damit habe ich mich noch nicht befasst.“
In deiner Vergangenheit gab es für dich eine aufregende Zeit in Amerika. Wie war das?
YP:
„Während der A-Jugend war ich für ein halbes Jahr in Nashville (Tennessee) auf einer High School. Dort hatte ich eine echt gute Zeit. Ich habe dort Fußball gespielt und sogar ein paar gute Uni-Angebote bekommen. Ich habe das dann aber in dem Moment noch nicht wahrgenommen, weil ich hier in Deutschland mein Abi machen wollte und im Kopf einfach noch nicht so weit war. Es blieb im Hinterkopf. Denn wenn du in Deutschland spätestens mit 16 Jahren nicht im Nachwuchsleistungszentrum bist, dann ist es schwer, im Fußball noch was zu erreichen. Und in Amerika ist das anders.“
Dann klappte es zu einem späteren Zeitpunkt tatsächlich noch?
YP:
„Ja. Ich war super happy, weil ich in Nampa (Idaho) an der Northwest Nazarene University ein Vollstipendium bekam. Ich durfte als Student allerdings nur in der zweiten Division spielen und das Niveau der Uni war leider nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Sie war sehr klein, sehr christlich und ich hätte dort vier Jahre studieren müssen. Mir ist dann aber doch sehr schnell klargeworden, dass ich meine Familie, meine Freunde und den Hamburger Amateurfußball vermisse.“
Also wird es dich nicht mehr zurück in die Staaten ziehen?
YP:
„Es war von Anfang an klar, dass ich meinen Lebensmittelpunkt in Hamburg habe und, dass Amerika nur Fußball und Uni war. Amerika reizt mich, als Reiseziel aber auf keinen Fall als Lebensmittelpunkt.“
Vielen lieben Dank, dass du uns einen Einblick hinter die Kulissen gewährt hast. Bleib wie du bist. Wir sind sehr froh, dass du zu unserem Team gehörst.



AUTOR: Mathias Reß