Felix Schuhmann geht gerne als Kapitän voran. Foto: Mathias Reß

An den Heimspieltagen unserer Ligamannschaft gibt es in unserer Stadionzeitung „Victoria Echo“ unter anderem auch immer ein kleines Interview mit einem unserer Spieler. Dadurch möchten wir erreichen, dass die Zuschauer mal ein bisschen hinter die Kulissen der Kicker schauen können. Mit etwas zeitlichem Abstand stellen wir diese Unterhaltungen online, um auch Denjenigen die Gelegenheit zu geben, die verhindert waren, ins Stadion zu kommen. Deshalb erscheint heute das Interview mit unserem Kapitän Felix Schuhmann. Viel Freude beim lesen.

Spitzname: Schuhmi
Vereine: FC Süderelbe, Eintracht Norderstedt , Eintracht Norderstedt und TuS Finkenwerder (Jugend)
Alter: „Mittlerweile schon 26 Jahre alt.“

SC Victoria: Hi Schuhmi, das ist super, dass wir dich heute vorstellen dürfen. Gehen wir doch direkt mal auf deinen Kommentar zu deinem Alter ein. Fühlst du dich denn schon alt?
Schuhmann:
„Bei dieser Truppe schon (lacht). Nein, das war Spaß. Wir haben ja noch ein paar andere Oldies hier. Aber bei Jung gegen Alt gehöre ich schon länger zu alt.“

Macht das was mit dir?
Schuhmann:
„Eigentlich nicht so. Klar wächst man in solchen Teams, die eher einen jüngeren Fokus haben, in gewisse Rollen. Da muss ich dann natürlich auch lernen, voranzugehen. Ansonsten tut es schon hier und da in der Vorbereitung mal ein bisschen mehr in den Knochen weh, als früher.“

Dann schauen wir doch mal in deine Vergangenheit. Wie bist du zum Fußball gekommen?
Schuhmann:
„Mir wurde das in die Wiege gelegt. Mein Daddy hat damals auch schon professioneller gekickt. Wir sind eine komplett fußballverrückte Familie.“

Wenn das so ist: Kannst du dir auch eine Zeit ohne Fußball vorstellen?
Schuhmann:
„Ich habe schon immer nur gekickt. Ob mit Freunden oder im Verein. Außer während der Zeit, als ich für ein Jahr in Australien war, habe ich immer gegen den Ball getreten.“

Das ist interessant. Was hast du in Australien gemacht?
Schuhmann:
„Ich habe mit meinem besten Kumpel zusammen ein Jahr ´work and travel` (dt.: arbeiten und reisen) gemacht. Als wir in Sidney ankamen, haben wir uns einen Van gekauft und sind dann wild drauf los. Wir waren schon darauf angewiesen, arbeiten zu gehen, weil wir nicht so die Kohle in der Tasche hatten.“

Und welchen Jobs geht man da so nach?
Schuhmann:
„In den Städten ist es immer schwer, einen Job zu bekommen. Deshalb haben wir uns darauf konzentriert, auf verschiedenen Farmen Arbeit zu finden. Dort haben wir dann täglich von Grapefruits über Äpfel und Birnen bis zu Zwetschgen alles Mögliche gepflückt.“

Aus der Zeit hast du sicher noch viele spannende Geschichten zu erzählen. Aber jetzt bist du wieder in Deutschland und trägst die Kapitänsbinde für den SC Victoria. Was bedeutet dir das?
Schuhmann:
„Das erfüllt mich jeden Tag auf`s Neue mit Stolz! Es ist eine große Ehre für mich, sowohl die Mannschaft auf dem Platz anzuführen, als auch hier und da für das Team das Sprachrohr zu sein und stellvertretend für die Jungs voranzugehen. Natürlich sind damit auch gewisse Aufgaben und Pflichten verbunden. Ich versuche das neben der Arbeit und dem sozialen Leben im Verein auszuleben und gerade die Jüngeren bei der Hand zu nehmen. “

Wird das auch so angenommen?
Schuhmann:
„Ja klar. Gerade den Jüngeren tut das auch mal ganz gut, wenn sie mit Jemandem sprechen, der bereits eine gewisse Erfahrung besitzt. Mein Amt macht mir auf jeden Fall Spaß.“

Jetzt stellen wir uns vor: Es ist Heimspiel, die Nebelmaschine startet, die Einlaufmusik beginnt und du führst das Team auf das Feld. Was geht da in dir ab?
Schumann:
„Das ist für mich bei jedem Heimspiel ein Gänsehautmoment. Das merke ich schon, wenn ich am Freitagmittag noch auf der Arbeit bin, aber fast nur an das Spiel abends denken kann, weil ich auf die anstehende Partie fokussiert bin und mich einfach darauf freue. Das ist ein geiles Feeling.“

Dann bedanken wir uns für das Interview und wünschen dir immer weiter ein tolles Gefühl auf dem Platz. Führe die Jungs zum Sieg!